Hoyerswerdas Volkssolidarität löst sich auf
Hoyerswerda. Das „Haus der Parität“ verliert einen Stamm-Mieter. Der örtliche Volkssolidaritäs-Verein hat seine Auflösung mit Wirkung zum Ende des Jahres beschlossen.
Die Gründe: Erstens gehen kontinuierlich die Mitgliederzahlen zurück. Zweitens gab es wegen der Covid-19-Einschränkungen ein halbes Jahr lang kaum Einnahmen.
Das Aus für die Hoyerswerdaer Gliederung des Verbandes kommt im Jahr von dessen 75. Geburtstag. Gegründet wurde die Volkssolidarität im Oktober 1945. (red)
Kommentare zum Artikel:
Frank Groetschel schrieb am
Schade das dies soweit kommen muss.
Was wird noch alles passieren.
Mfg. Frank
Thomas Häntschke schrieb am
Nach dem Lesen des Artikels im TB (15.10.) stellt sich die Frage: Welche Ursachen (z. B. finanzielle, mobile Einschränkungen, Scham die eigene Situation öffentlich zu machen) liegen vor, das nach 2015 (70 Jahrfeier) keine neuen jüngeren Mitglieder hinzugekommen sind? MfG Thomas Häntschke
Rita Hertel schrieb am
Hallo Herr Häntschke, die Frage lässt sich doch eigentlich ganz einfach beantworten. Durch die gegenwärtige Situation (bereits über ein halbes Jahr) können keine Veranstaltungen, Beratungen usw. stattfinden. Dadurch fehlen Einnahmen, aber der Verein muss als Mieter die laufenden Kosten an das „Haus der Parität“ leisten.
Und zu "neuen jüngeren Mitgliedern". Kennen Sie die vielfältigen Vereine der Stadt? Die Mehrzahl der Vereine bekommt keine neuen jüngeren Mitglieder - da die Jugend wahrscheinlich andere Interessen hat, als in einem Verein aktiv mitzuarbeiten.
Ich muss dem Kommentar von Herrn Groetschel zustimmen. Es wird wahrscheinlich noch anderen Vereinen - aber auch Geschäften/Gaststätten passieren, dass sie aufgeben müssen.
Thomas Häntschke schrieb am
Hallo Frau Hertel!
"Kreatives Gestalten, Seniorensport, gemeinsames Singen im Chor oder das regelmäßige Tanz-Café im Forumsaal der Lausitzhalle - ....", so beginnt der Artikel im TB, so dass ich meine Frage gestellt habe, da es Ursachen geben muss, die das Absinken der Mitglieder und keine Neuen hervorgebracht haben. Welche Erfahrungen wurden seit 2015 gemacht, wenn durch Mundpropaganda, der schon Teilnehmenden, versucht wurde, neue Interessenten zu begeistern? Die diesjährige Situation hat sicher das Fass zum überlaufen gebracht, aber von 2015 bis 2019, sind 4 Jahre, welche nicht unter "Corona" gelitten haben, wobei es natürlich richtig ist, zu fragen: "Was wird noch alles passieren?", aber die Ursachen müssen auf den Tisch, so dass nicht noch mehr Vereine, Geschäfte, Gaststätten u. a. gezwungen werden aufzugeben.
MfG Thomas Häntschke
Rita Hertel schrieb am
Hallo Herr Häntschke, mit TB meinen Sie bestimmt das Tageblatt der SZ - ich habe die LAURA abonniert, deshalb kenne ich diesen Artikel nicht. Ich gucke aber oft auf hoyte24 und habe auf Ihren Kommentar geantwortet.
Ich bin selbst Vorsitzende eines Vereins und kenne die Problematik. Das „Absinken“ der Mitgliederzahlen ist oft durch Sterbefälle der vielen älteren Mitglieder begründet. Wie ich schon in meinem Kommentar schrieb, es ist sehr schwer, neue jüngere Mitglieder zu finden. Trotz vieler Präsentationen z. B. beim „Markt der Möglichkeiten“ und interessanten öffentlichen Veranstaltungen konnten wir seit 2015 nur 13 neue Mitglieder (darunter sogar 2 jüngere Leute) in unserem Verein begrüßen. Wiederum 13 Mitglieder verloren wir, da sie aufgrund des Alters aus dem Verein austraten oder verstorben sind. Diese Sorgen haben sehr viele Vereine.
Ich kenne selbst das Tanz-Café in der Lausitzhalle und habe es sehr bedauert, dass es nicht weitergeführt wurde. Aber es muss sich ja auch rentieren.
Sie schreiben „… die Ursachen müssen auf den Tisch …“ ja, was sind die Ursachen? Es gibt die vielfältigsten Möglichkeiten sich bei der breitgefächerten Vereinswelt einzubringen. Es wird immer geschimpft, das zu wenig los ist - aber vielleicht sind viele Hoyerswerdaer auch zu träge, mal ihren Popo vom Sofa zu erheben - ich weiß es nicht.
Viele Grüße Rita Hertel
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