Hoyerswerda feiert den 100. Geburtstag Konrad Zuses


von Tageblatt-Redaktion

Der Erfinder des Computers, Konrad Zuse, legte in Hoyerswerda 1928 sein Abi­tur ab. Im Computermuseum stehen heute etliche seiner Maschinen.
Der Erfinder des Computers, Konrad Zuse, legte in Hoyerswerda 1928 sein Abi­tur ab. Im Computermuseum stehen heute etliche seiner Maschinen.

Mit Blick auf den 100. Geburtstag des wohl berühmtesten Abiturienten der Stadt, nämlich des Computervaters und Ehrenbürgers Konrad Zuse, sagt Horst-Dieter Brähmig vom Verein Zuse-Forum: „Es findet so viel statt, dass jeder sich zumindest einmal zu Zuse informieren kann.“

Hoyerswerda beginnt am Montag nämlich seine Zuse-Festtage zum Jubiläum am 22. Juni. Im Lausitz-Center wird um 16 Uhr eine Ausstellung zu Leben sowie Schaffen des „deutschen Erfinders mit Weltgeltung“ (Brähmig) eröffnet. Zugleich werden die Preisträger des Natz-Wettbewerbes „Zeichnen wie Zuse“ prämiert. Mehr als 500 Arbeiten sind eingegangen. Sogar Berliner Schüler haben Wettbewerbsbeiträge geschickt.

Besonders am Herzen liegt Brähmig eine Veranstaltung an Zuses Geburtstag. Dann nämlich wird die alte Post in der Friedrichsstraße, in der Zuse einst mit seinen Eltern gelebt hat, für einen Tag wieder geöffnet. Die Deutsche Post will dort samt Sonderumschlag und Sonderstempel ihre Zuse-Sonderbriefmarke ausgeben. Die Stadt hübscht das Gebäude dafür eigens ein wenig auf, entfernt Graffiti und streicht die Türen. „Dort kann wirklich jeder hingehen“, wirbt Brähmig, der in seiner Funktion als Oberbürgermeister Konrad Zuse vor 15 Jahren die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen hat und nun den Verein führt, der Träger des Konrad-Zuse-Computermuseums ist. Dort widmet man sich ab 21. Juni ganz speziell dem Techniker Konrad Zuse.

Für das Museum, das nach gängiger Auffassung im Lautech-Gebäude nicht genügend Platz für eine attraktive Präsentation seiner Inhalte hat, deutet sich laut Brähmig inzwischen die realistische Chance auf einen Umzug an. Zusammen mit der Wohnungsgesellschaft (WH) verfolge man eine neue Idee. „Zur Zeit gibt es da grundsätzliche Untersuchungen“, so Brähmig. Genaueres könne er wegen eines noch ausstehenden Aufsichtsratsbeschlusses der WH noch nicht sagen. Zum 100. Geburtstag wird das wohl schon anders sein. Der Aufsichtsrat trifft sich tags zuvor.

Veranstaltungen zum Zuse-Geburtstag

14. Juni
16 Uhr Eröffnung Sonder-Ausstellung im Lausitz-Center, bis zum 26.6., mit Verkauf der Sonderbriefmarke von postmodern und Präsentation der Ergebnisse des Natz-Zeichenwettbewerbes

17. Juni
Lesung „Erinnerungen an Zuse“ um 19 Uhr im Schloss

21. Juni
spezieller Fokus auf Zuse im Computer-Museum

22. Juni
9 bis 12 Uhr Ausgabe der 55-Cent-Sondermarke der Deutschen Post im alten Postamt in der Friedrichsstraße
14.30 Uhr Auftaktveranstaltung zum Wettbewerb „Zuse goes Robots“ mit kleiner Geburtstagsparty am Zuse-Hochhaus (Virchowstraße)

24. Juni
Festveranstaltung der Stadt für geladene Gäste sowie
ab 8.30 Uhr Schulfest
mit Zuse-Bezug für die Schüler und für alle interessierten Gäste

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