Handballfreunde Hoyerswerda sichern sich die ersten Heimzähler


von Tageblatt-Redaktion

Hier scheint kurz die Sportart gewechselt worden zu sein: Ein Hoyerswerdaer im Würgegriff; der Ball ist Nebensache. Das half Niederau aber alles nichts
Hier scheint kurz die Sportart gewechselt worden zu sein: Ein Hoyerswerdaer im Würgegriff; der Ball ist Nebensache. Das half Niederau aber alles nichts

Ihren zweiten Sieg in Folge feierten die Handballfreunde Hoyerswerda. Gegen Verbandsliga-Mitaufsteiger SV Niederau gelang mit 34:25 der erste Heimsieg, und dank dessen klettern die Zusestädter in der Tabelle einen Rang nach oben und belegen nun Platz 9. Für Rang acht fehlten am Ende nur drei Tore. Das war es auch, was HF-Trainer Thomas Kaiser trotz des klaren Erfolges etwas bemängelte: die Chancenverwertung. „Eigentlich hätten wir noch deutlicher gewinnen müssen.“ Vor allem im ersten Spielviertel unterliefen den Hausherren zu viele unnötige Fehler beim finalen Zug zum Tor.

Defensiv brauchten die Hoyerswerdaer knapp zehn Minuten, bis sie sich auf die unangenehm zu bespielenden Gäste eingestellt hatten. Erst in der 10. Minute konnten die Gastgeber einen Zwei-Tore-Abstand herstellen. Erwähnenswert hierbei ist, dass der Torschütze Gregor Glathe seinen Heber mit der „falschen“ Hand über den Niederauer Torhüter Marcus Ressel ins Netz beförderte. Diesen Zwei-Tore-Abstand gaben die Zusestädter nicht mehr aus der Hand.

Mit der Hereinnahme von Sten-Gunnar Zeitz (18.) und Franz Wittig (22.) stabilisierte sich Mitte der ersten Halbzeit das Hoyerswerdaer Angriffsspiel nicht nur sichtbar, es gelang auch, den Druck auf die Niederauer Defensive zu erhöhen. Doppelte Unterzahl beziehungsweise Manndeckungen gegen Sten-Gunnar Zeitz oder Nico Pollack führten nicht zu einem Bruch im HF-Spiel, sodass peu à peu der Vorsprung ausgebaut werden konnte. Beim 16:10 durch Kreisläufer Marko Gäbler zweieinhalb Minuten vor der Halbzeitsirene betrug der Vorsprung erstmalig beruhigende sechs Tore. Dabei profitierten sie von der Zeitstrafenfreude der Sachsenligareferees, die allein in den letzten zehn Minuten vor der Pause die Gäste viermal dezimierten.

Offensiv tat sich Hoyerswerda zu Beginn der zweiten Hälfte schwer. So gelang es Niederau kurzzeitig, den Rückstand auf drei Treffer zu minimieren. Hoyerswerdas Antwort hieß Nico Pollack. Auch wenn er später mit Sonderbewachung aus dem Spiel genommen wurde: die Qualitäten der anderen Hoyerswerdaer waren für die immer hilfloser wirkenden Gäste einfach zu groß. Vor allem Sten-Gunnar Zeitz war jetzt nicht mehr zu halten und legte mit seinen bekannten 1-1 Aktionen dem Gästetorhüter einen Ball nach dem anderen ins Netz. Großen Beifall gab es von der gut gefüllten Tribüne, als „Oldie“ Rene Krahl mit seinem ersten Saisontor die Differenz auf zehn Tore (33:23/58.) anwachsen ließ. Auch Youngster Robin Haack trug sich erstmalig in die Torschützenliste ein.
Der deutliche Sieg bietet beim eventuellen „direkten Vergleich“ (Punktgleichheit am Saisonende) eine ordentliche Vorlage für das Rückspiel. Am 8. November treten die HFH-Männer aber erst einmal beim Tabellennachbarn VfL Waldheim an. (HF, Foto: Werner Müller)

HF Hoyerswerda: Ide, Kleist – Pollack (9), Zeitz (7), Däumel (5/3), Glathe (4), Gäbler (2), Socke (2), Wittig (2), Krahl (2/1), Haack (1), J. Bahl, Berthold, Huth



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