Gymnasium nimmt Neubauten in Besitz


von Tageblatt-Redaktion

Physiklehrer Frank-Steffen Koch testete gestern schon einmal die neuen Medien-Anschlüsse in einem der Physikkabinette.
Physiklehrer Frank-Steffen Koch testete gestern schon einmal die neuen Medien-Anschlüsse in einem der Physikkabinette.

Mit Interesse hat der Nachbar aus der Pestalozzistraße das Gewusel der letzten Tage beobachtet. „Die machen jetzt ganz schön los“, meinte der ältere Herr gestern mit Blick auf die vielen Handwerker und Reinigungskräfte im Neubau des Lessing-Gymnasiums. Im Sommer 2010 hatten die Arbeiten für den Dreigeschosser sowie das benachbarte Mehrzweckgebäude begonnen. Mit einiger Verzögerung gegenüber den ursprünglichen Plänen sind die zwei Gebäude nun fertig. Gestern war Bauabnahme. In der nächsten Woche können Schüler und Lehrer unter anderem ihre neue Mensa, die neue Bibliothek oder die neuen Bio- und Physikkabinette in Benutzung nehmen.

„Für fast alle Kollegen und Schüler wird es Änderungen geben“, berichtet Lehrerin Ilona Seliger. Neue Räume bedeuten wieder einmal neue Stundenpläne. Und während die Naturwissenschaften komplett sowie die Sprachen teilweise in die Erweiterung einziehen, geht etwa für Ilona Seligers Musik-Bereich die Zeit des Provisoriums in der früheren Musikschule weiter. Denn die Bauarbeiten sind noch nicht beendet. Nur die erste Etappe ist geschafft. Im Bestandsbau fehlen zum Beispiel in Raum 208 inzwischen Tafel und Bänke. Aus dem Boden gucken Kabel. Denn nun ziehen die Bauarbeiter in den Altbau. Er soll umfassend saniert werden. Zwar gibt keiner mehr offiziell Prognosen ab, aber die Lehrer rechnen im Stillen mit weiteren anderthalb Schuljahren Bauarbeiten.

Insgesamt investiert der Steuerzahler gut neun Millionen Euro in Hoyerswerdas altehrwürdige Bildungseinrichtung. Nach Fertigstellung soll der Standort für die jüngeren Schüler in der Kolpingstraße, die frühere Gagarin-Schule, aufgegeben werden. Für die Fünft- und Sechstklässler stehen im nun fertiggestellten Neubau schon eigene Klassenräume bereit (die älteren Gymnasiasten ziehen von Kursraum zu Kursraum), die aber übergangsweise noch anderweitig genutzt werden. Auch für das Wandbild im Eingangsbereich, Günther Wendts „Lausitzer Leben“, muss noch ein neuer Standort gefunden werden. Noch gibt es dazu Gespräche mit dem Denkmalschutz, doch inzwischen hat man begonnen, das Kunstwerk vorsichtig von der Wand zu nehmen. Das ist auch unbedingt nötig. Schließlich wird sich künftig an seiner Stelle der Durchbruch zum neuen Mehrzweck-Würfel befinden.



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