Grundschul-Sanierung abgeschlossen


von Tageblatt-Redaktion

Direktor Torsten Kilz freut sich über die ergonomisch geformten Stühle für die Kinder. Die Sitzschalen sind Sonderanfertigungen
Direktor Torsten Kilz freut sich über die ergonomisch geformten Stühle für die Kinder. Die Sitzschalen sind Sonderanfertigungen

Bevor am Montag die Kinder anrücken können, war der Maler der letzte Handwerker, der ihre Schule verlassen hat. „Das ist immer so. Die Maler müssen die Schäden beseitigen, die andere Handwerker hinterlassen haben“, sagt Architektin Dorit Baumeister. Ihr Büro hat die Sanierung der Hoyerswerdaer Grundschule „An der Elster“ geplant, die nun nach drei Jahren beendet ist. Die Schule kann also das Übergangsquartier im Haus III des Léon-Foucault-Gymnasiums verlassen. „Die Kinder sind tüchtig aufgeregt“, sagt Schulleiter Torsten Kilz. Was die 301 Mädchen und Jungen sowie die 22 Pädagogen erwartet, lesen Sie hier:

Schulhaus
Eine ganze Menge Farbe ist im Gebäude zu finden. Das Sekretariat etwa ist in Gelb gehalten, die Böden der Flure sind grün. Die Klassenzimmer haben jeweils eine himmelblaue Wand, die mit Metallfarbe gestrichen ist. Das heißt: Hier halten Magnete. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Klassenräume nicht warm zu bekommen waren. Die Fenster haben Dreifachverglasung, die Fassade ist gedämmt.

Ausstattung
Die Möblierung ist etwas Besonderes. Die Schränke in den Klassenzimmern mit individuellen Plätzen für Turnbeutel oder Zeichenmaterial sind vom Tischler gefertigt  – und nur halb so teuer wie Ähnliches aus dem Katalog. Torsten Kilz freut sich besonders über die in der Höhe verstellbaren Stühle. Die Sitzschalen, ebenfalls eigens gefertigt, sind ergonomisch geformt. Die Kinder sollen bei Bedarf ruhig einmal darauf lümmeln können.

Turnhalle
Man erkennt sie kaum wieder. Für Geräteraum und Lüftungsanlage ist ein Anbau entstanden. Die Treppe zu den oberen Umkleiden ist verlegt. Und Kletterstangen oder Sprossenwand verschwinden hinter der dort jeweils zu öffnenden Prallschutzwand. Weil die Halle eher ein Turnsaal und damit verhältnismäßig klein ist, hat man auf dem Hof das neue Kleinspielsportfeld eigens etwas größer gebaut.

Aula
An der zeitgemäß erneuerten Aula ist neu eine kleine Mensa entstanden. Hier werden die Schüler mit Blick durch große Fenster auf den Hof das Mittagessen einnehmen können. Auch die Ausgabe-Küche ist neu entstanden. Zur Hofseite hin gibt es eine Terrasse.

Schulhof
Fünfzig Jahre hat es hier gestaubt. Nun ist der Hof befestigt. Zu den Sportanlagen gehören noch eine 60-Meter-Sprintbahn sowie eine Weitsprunggrube. Es gibt Sitzbänke sowie einen neuen Spielplatz. Die zwei Baumreihen, die Lücken bekommen hatten, sind wieder geschlossen. Und im kleinen Schulgarten steht neben mehreren Hochbeeten auch ein Gerätehaus.

Gestaltung
Die Nähe zum Fluss ergab die Idee für die Optik: Natur. Nicht nur an der Außenfassade, sondern auch im Innern finden sich Baumstrukturen. Das Wasser der Elster ist grafisch am Haupteingang dargestellt und die Wände der Pausenhallen sind großformatig mit von den Kindern gestalteten Wiesen-Motiven versehen. An der Curiestraße hat wieder Gerhard Geyers zuletzt im Rathaus-Lichthof untergebrachte Bronzeplastik „Flötenspielerin“ ihren Platz wiedergefunden.

Kosten
Mit 6,7 Millionen Euro war vor drei Jahren kalkuliert worden, und in diesem Kosten-Rahmen ist die Sanierung auch tatsächlich geblieben. Ein großer Teil des Geldes stammt aus zwei verschiedenen Fördertöpfen. Fassade und Fach sind großteils aus dem Wirtschaftsbelebungs-Programm des Bundes bezahlt worden. Für Innen-Ausbau und Hof steuerte das Land Sachsen den Löwenanteil bei. Weil die Finanzierung zweigeteilt war, wurde etappenweise gebaut, was die Bauzeit von drei Jahren bedingt hat.



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