Größte Bewährungsprobe für Jugendradballer


von Tageblatt-Redaktion

Martin Schmidt und Robert Wehnert vom RfV 1900 Wiednitz lernten viel bei der Deutschen Meisterschaft.

Kürzlich hatten die Radballer Martin Schmidt und Robert Wehnert in Goslar bei der Deutschen Meisterschaft ihre bisher größte Bewährungsprobe zu bestehen. Für das Turnier in Niedersachsen hatten sich die beiden zuvor knapp bei einem Heimwettkampf qualifiziert. Nun mussten sie gegen den RSV Sangerhausen (Sachsen-Anhalt), den RSV Kissing (Bayern), den RVC Prechtal sowie den RV Gärtringen I und II (alle Baden-Württemberg) und den gastgebenden RCG Hahndorf (Stadtteil von Goslar) antreten. Kennern der Radballszene war klar, welch eine schwierige Aufgabe vor den beiden stand. Trainer Horst Zschech versuchte, seine Jungen auf die Situation in der Halle gut einzustellen. Solch eine Umgebung mit mehreren Hundert Zuschauern, ausgerüstet mit Trompeten und Trommeln, kannten Martin und Robert bisher wohl nur aus dem Fernsehen. Nun standen sie selbst mittendrin.
Gleich in ihrem ersten Spiel gab es gegen den späteren Vizemeister Hahndorf mit 2:9 eine gewaltige Klatsche. Zweiter Gegner war die starke Mannschaft aus Sangerhausen – der neue Deutsche Meister im Radball der Jugend. Auch hier kassierte Wiednitz eine Niederlage (1:5).

Martin Schmidt und Robert Wehnert gaben aber nicht auf und gewannen gegen Ginsheim mit 4:3 knapp, aber verdient. Den vierten Gegner, Gärtringen I, wollten die Wiednitzer nicht ungeschoren vom Parkett lassen. Sekunden vor dem Schlusspfiff hatten sie das Ziel fast erreicht (3:2), der Gegner traf aber noch zum 3:3. Das war hart und bei größerer Erfahrung vielleicht vermeidbar, denn dieses Ergebnis war für die Platzierung der Wiednitzer entscheidend. Aber die Wiednitzer Mannschaft mit je einem Spieler aus Wiednitz und Lückersdorf/Gelenau spielt erst seit einigen Monaten gemeinsam. „Uns fehlen doch noch ein paar Prozente, um mit solchen Mannschaften mithalten zu können“, sagt Trainer Horst Zschech. „Doch die beiden Jungen haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles gegeben. Auf diesen Grundlagen können wir durch kontinuierliches Trainieren in Zukunft aufbauen.“ Gegen Kissing kassierten die beiden eine Niederlage, bäumten sich in ihrem letzten Spiel gegen Prechtal aber auf, verloren dennoch mit 2:4. So hatten sie in der Endwertung gemeinsam mit der Mannschaft aus Ginsheim vier Punkte. Das bessere Torverhältnis brachte Ginsheim Platz sieben und Wiednitz Platz acht. Bei einem Sieg gegen Gärtringen I wäre Platz sechs erreicht. Ein hartes, aber äußerst faires Turnier hat für die Wiednitzer auf jeden Fall einen Erfahrungswert gebracht, der die Mannschaft weiter reifen lässt. Als Jugendmannschaft aus Wiednitz zu den acht besten Mannschaften Deutschlands zu gehören, ist einen Glückwunsch wert, in den der Trainer eingeschlossen ist.

 

Endstand: 1. RSV Sangerhausen, 2. RCG Hahndorf, 3. RVC Prechtal, 4. RSV Kissing, 5. RV Gärtringen II, RV Gärtringen I, RSG Ginsheim, RfV Wiednitz

 



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