Geburtstagsfeier für seltenes DDR-Segelflugzeug


von Tageblatt-Redaktion

Geburtstagsfeier für seltenes DDR-Segelflugzeug
Foto: privat

Nardt. Einer Art technischem Geburtstagskind gehörte das Wochenende beim Aeroklub. Am Sonnabend startete und landete dort der Segelflieger Lom 61 Favorit.

Das Modell aus dem VEB Apparatebau Lommatzsch hatte vor 60 Jahren, am 30. April 1962, seinen Jungfernflug. Von fünf gebauten Fliegern gibt es nur noch zwei.

In Nardt zu sehen war - frisch hergerichtet - das einzige flugfähige Exemplar, das heute in Finsterwalde stationiert ist. Das andere befindet sich im Segelflugmuseum im hessischen Gersfeld. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Klaus König schrieb am

Ich weiß schon länger, dass ein Enthusiast diesen DDR-Oldtimer wieder flugfähig gemacht hat und freue mich sehr darüber! Diesen Typ habe ich selbst eine Saison im Wettkampf geflogen und weiß, dass er nicht einfach zu fliegen war, weil einerseits die Sicht nach vorn auf Grund der ganz flachen Sitzposition schlecht war und andererseits die Ruderwirksamkeit/ Wendigkeit zu wünschen übrig ließ. So war ein Pilot damals z.B.auf einer Standardmaschine westdeutscher Produktion dem Favorit-Piloten in der Thermik deutlich überlegen! Trotzdem war der Segler schnell auf- und abrüstbar und nach damals modernster Sandwichtechnologie des Flügels/Laminarprofil in der DDR hergestellt, was leider kaum Erwähnung in der damaligen Fachpresse der BRD und auch später nicht, gefunden hat! Auch deshalb finde ich es grandios, dass sich ein Flug-und Oldtimerbegeisterter gefunden hat, diesen Typ wieder flugfähig zu machen und somit der jetzigen Segelfliegergeneration zu erhalten! Gratulation sowie immer Hals- und Beinbruch für den Besitzer!! Klaus König

Hans Burkert schrieb am

Mit einem Prototyp dieses in Lomatzsch bei Meißen in Sachsen entwickelten Leistungs-Segelflugzeugs flog Adolf Daumann bei dem Segel-Vergleichsfliegen 1964 in Lesno (Polen) das erste 500 km FAI Dreieck eines DDR-Piloten.

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