Fußballprofi wird man nicht in drei Tagen


von Tageblatt-Redaktion

Man sieht es Tony Jantschke an: Spaß hat es gamacht!

Der Hoyerswerdaer Bundesliga-Profi Tony Jantschke kickte beim Nachwuchs-Trainingscamp in Hoyerswerda. Auch die „Oldies“ zeigten ihr Können.

Von Werner Müller

Die Begeisterung bei den teilnehmenden Kindern war riesengroß. Tony Jantschke ist auf Urlaub in seiner Heimatstadt Hoyerswerda. Am Wochenende nahm der Fußballprofi von Borussia Mönchengladbach teil an dem nach ihm benannten Fußballcamp im Jahnstadion, welches seine Marketingfirma organisiert hatte. Um die teilnehmenden 44 Kinder kümmerten sich vor allem acht erfahrene DFB-Trainer. Der Nachwuchs hatte aber auch Gelegenheit, mit dem 24-Jährigen gemeinsame Trainingseinheiten zu erleben. Die Trainer sind Weggefährten und Begleiter von Tony Jantschke auf seinem Weg zum Fußballprofi gewesen, darunter auch sein erster Trainer Robert Bilinksi, der sehr frühzeitig beim HSV Einheit das Talent des Blondschopfes entdeckte.

Tony Jantschke ging seinen Weg über Hoyerswerdaer SV Einheit, FV Dresden Nord (heute Borea Dresden) zu Borussia Mönchengladbach, wo er längst seinen Stammplatz in der Abwehr gefunden hat. Er war unter anderem Auswahlspieler in der U17-, U19- und U21-Nationalmannschaft. Inzwischen ist er bereits bei 115 Erstligaspielen im Trikot von Mönchengladbach aufgelaufen.

Beim Fußballcamp wirkte Tony nicht als Trainer, sondern spielte gemeinsam mit den Kindern in unterschiedlichen Gruppen mit. Die Talente erlebten den Profi intensiv und hautnah. Dicht umringt und mittendrin war Tony Jantschke auch in den Pausen. Er vermittelte in den Gesprächen mit den Kindern, dass es natürlich nicht gelingt, in drei Tagen Fußballprofi zu werden, sondern, dass es darauf ankommt, Disziplin und Kameradschaft zu erleben – nicht nur bei einem dreitägigen Camp. Vor allem der Spaß und die Freude im Umgang mit dem Ball standen im Jahnstadion im Mittelpunkt - und natürlich schweißtreibende Trainingseinheiten. Tony Jantschke hat in seiner Kindheit und Jugend selbst an vielen solcher Camps teilgenommen, bevor er Fußballprofi wurde. Er will nun seine eigenen Erfahrungen an die Nachwuchskicker weitergeben. „Der schönste Lohn für mich ist es, in die lachenden und dankbaren Augen zu sehen. Die Kinder werden diese erlebnisreichen Tage bestimmt nicht so schnell vergessen.“ Der Profi könnte sich auch vorstellen, ein weiteres Fußballnachwuchscamp im kommenden Jahr mit seiner Marketingfirma in Hoyerswerda auszurichten. Gerade hier in der Region muss der Fußball in besonderer Weise gefördert werden, damit die Entwicklung wieder vorwärtsgehen kann, hieß es. An allen drei Tagen hingen die Kids regelrecht am Mund von Tony. „Es ist zu merken, hier wächst ein begeisterungsfähiger Fußballnachwuchs heran, der unheimlich wissbegierig ist“, freute sich Jantschke.

Jede Trainingseinheit an den drei Tagen hatte einen anderen Schwerpunkt. Es ging um das Passspiel, Torschuss, Dribbeln, Ballkontrolle und Kopfballtechnik. Darüber hinaus besuchten die Kinder auch das Lausitzbad. Am Sonnabendabend gab es nach dem turbulenten Tag eine kleine Fragerunde mit Tony Jantschke am Lagerfeuer. Vor der Abreise am Sonntag nutzten viele noch einmal die Möglichkeit, sich von Tony ein Autogramm zu holen.
Ein Höhepunkt des diesjährigen Camps war auch ein Ü45-Turnier mit zahlreichen Aktiven, die einmal höherklassig gespielt haben. Acht Alte-Herren-Teams waren am Start. Im Finalspiel standen sich die DJK Wittichenau und Aktivist Schwarze Pumpe gegenüber. Es endete torlos, im Elfmeterschießen hatten die Wittichenauer die stärkeren Nerven und siegten 3:2. Auf den Plätzen folgten Lok Hoyerswerda, Einheit Hoyerswerda, HSV 1990, Aufbau Hoyerswerda, Brieske Senftenberg und die Spielgemeinschaft Knappensee.

Alle teilnehmenden Mannschaften waren begeistert von der Organisation und dem Ablauf. „Das Turnier ist einfach sensationell, dazu sehr gut organisiert. Es hat Spaß gemacht, alte Kameraden wiederzusehen“, sagte Stefan Hoßmang (Schwarze Pumpe). „Das war eine gute Idee. Ich wünsche mir Wiederholung.“ „Man sieht, wir Alten beherrschen die Technik immer noch“, sagte Dirk Rettig (Wittichenau). „Wir sind nicht mehr so flott wir in jüngeren Jahren, aber wir haben vor allen Dingen alte Bekannte treffen können.“



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