Für den Aufwand endlich belohnt


von Tageblatt-Redaktion

Die Fußball-Bezirksliga-Damen des Hoyerswerdaer SV 1919 gewinnen 3:2 (1:2) gegen Dresden-Johannstadt II

Bei hochsommerlichen Temperaturen hieß es am „Kindertag“, also am vergangenen Sonntag, dem 1. Juni, „Nachsitzen“ für die Damen des Hoyerswerdaer SV 1919 gegen Johannstadt II: Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga Ost Frauen im Hoyerswerdaer Jahnstadion! Dabei erwischten die jungen, talentierten und spielerisch gut ausgebildeten Gäste aus Dresden den besseren Start. Aus dem Anstoß heraus bestraften sie einen Hoyerswerdaer Stellungsfehler eiskalt zur 1:0-Führung (1.).

Die Hoyerswerdaerinnen zeigten sich davon aber unbeeindruckt, standen fortan sicher in der Defensive und die Offensivantwort ließ auch nicht lange auf sich warten: Sandra Müller verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern direkt zum 1:1 (7.). Mit schnellen Spielzügen versuchte man nun weiter, vor das gegnerische Tor zu kommen. Dies gelang auch, jedoch fehlt beim letzten Pass leider die nötige Präzision. Bis zum Halbzeitpfiff schafften es die Hausherrinnen daher nicht, die verdiente Führung zu erzielen. Ganz im Gegenteil und besonders bitter: Johannstadt gelang kurz vor der Pause der erneute Führungstreffer (2:1 | 41.), als ein Foul an Hoyerswerdas Michaela Ernst nicht geahndet worden war und die Hauptstädterinnen nun leichtes Spiel hatten, um ihren zweiten Treffer an diesem Tage zuwege zu bringen.

Zwei taktische Umstellungen in der Pause sollten dann die Wende zugunsten von 1919 bringen. Michaela Ernst, nun ins Mittelfeld vorgerückt, bediente Linda Hoffmann, welche eiskalt zum 2:2 (47.) vollendete. Gute zehn Minuten später die entscheidende Szene des Spiels: Annelie Kulik, jetzt auf dem rechten Flügel, setzte erst energisch nach, sich dann durch und erzielte den erstmaligen, aber hoch verdienten 3:2-Führungstreffer der Hoyerswerdaerinnen (59.). Kurz danach gab’s aber einen Schock für 1919: Nach einem unglücklichen Zusammenstoß musste Andrea Eberhardt (welche erst zur Halbzeit nach langer Verletzungspause in die Partie gekommen war und mir ihrer ganzen Routine die Abwehr stabilisierte) mit drei gebrochenen Rippen wieder ausgewechselt und ins Klinikum gebracht werden. Fortan war der HSV etwas „von der Rolle“ und verlor seine spielerische Linie.
Doch es gibt Tugenden, die dann weiterhelfen: „Laufen“ und „Kämpfen“! Und genau das taten alle Spielerinnen und verteidigten die knappe Führung mit vollem Einsatz und etwas Glück über die Zeit.

Der Trainer zum Spiel: „Die Mädels haben sich heute endlich selbst belohnt und gezeigt, was sie können. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ohne Ausfall gab es heute den Lohn für die Entwicklung in den letzten Wochen. Auch wenn alle Spielerinnen heute super waren, möchte ich Therese Henschel einmal hervorheben. Dafür, dass sie erst vor sechs Monaten mit dem Fußball angefangen hat, hat sie heute eine überragende Leistung gezeigt und einmal mehr bewiesen: Einstellung, Kampf und Laufbereitschaft sind im Fußball wichtiger als individuelle Klasse!

Hoyerswerdaer 1919: Sarah Vetter – Marlene Müller, Michaela Ernst, Anja Vorreiter, Elisabeth Köppen (46. Andrea Eberhardt | 65. Nadine Kubaink) – Bianca Pink, Annelie Kulik – Stacy Antkewitz (54. Nathalie Wuschko), Sandra Müller, Therese Henschel – Linda Hoffmann (78. Magdalena Backemeier)



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