Fernwärmeausbau und Fernwärmeplanung
Hoyerswerda. Nachdem vor zwei Jahrzehnten mit dem letzten größeren Netzausbau Fernwärmeleitungen von der seit 1960 so versorgten Neustadt in die Altstadt gezogen worden sind, laufen hier aktuell zwei Neuanschlüsse. Unter anderem für den Kindergarten Am Elsterbogen werden Rohre aus der Spremberger Straße in die Alte Berliner Straße verlängert (im Bild). Zudem wird das künftige Wohnquartier An der Bleichwiese angeschlossen.
Parallel läuft der erste Bauabschnitt des Anschlusses von Kühnicht. Seitens der Versorgungsbetriebe heißt es, man sammle nach den zwei Jahrzehnten Pause in der Ringstraße auch wieder Erfahrungen. Man wird sie brauchen – VBH-Chef Wolf-Thomas Hendrich hat dem Hoyerswerdaer Tageblatt jetzt erklärt, was derzeit hinter den Kulissen alles in Sachen Fernwärme-Umbau läuft. Denn mittelfristig fällt ja die Kohleverstromung als Quelle weg.
Zum Beispiel wird die Kooperation mit den Städtischen Werken Spremberg und den Stadtwerken Weißwasser, die sich bei einer Fernwärme-Studie schon bewährt hat, fortgeführt. Die drei Städte wollen gemeinsam ein Büro für die gesetzlich verlangte kommunale Wärmeplanung binden. Zudem wird schon nach Personal für die Planung des Netzausbaus sowie des Neubaus von Erzeugungsanlagen gesucht. Drei Stellen sind ausgeschrieben.
Die VBH sichern sich obendrein derzeit Grundstücke, auf denen später einmal zum Beispiel Solarthermie-Anlagen oder Fernwärmespeicher errichtet werden können. Die Umstellung von fossil auf „grün“ wird allerdings nur schrittweise gehen. Wie viel zu tun ist, zeigt eine Zahl. Die nötigen Investitionen werden auf 70 Millionen Euro geschätzt. Es soll Förderung beantragt werden. (red)
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