Erste Heimniederlage der Saison


von Tageblatt-Redaktion

An Motivation und Ehrgeiz fehlte es den LHV-Handballern um Trainer Matthias Allonge im Heimspiel gegen die HSG Freiberg nicht.
An Motivation und Ehrgeiz fehlte es den LHV-Handballern um Trainer Matthias Allonge im Heimspiel gegen die HSG Freiberg nicht.

LHV-Trainer Matthias Allonge rätselte, warum seine Jungs wie schon gegen Radis und Köthen einem in der Anfangsphase eingefangenen Rückstand hinterherlaufen mussten. „Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Chancen nicht genutzt. Freiberg ist da berechtigt weggezogen und auch verdient mit einer Führung in die Pause gegangen. Meine Jungs setzen sich zu sehr selbst unter Druck, wollen es vor unserem eigenen Publikum besonders gut machen.“ Letztlich ist aber nur „das Normale eingetreten“. Der LHV hat als Aufsteiger auf seinem Weg zum angestrebten Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga gegen einen „Podestler“ der Vorsaison verloren.

Den LHV-Fehlwürfen setzten die Bergstädter ganz platzierte Würfe aus dem Rückraum entgegen. Spielmacher Martin Kovar war mit seiner Erfahrung der Mann der Anfangsviertelstunde. Wenn er nicht gerade selbst abzog, brachte er seine Nebenleute, allen voran Maximilian Schulz, in beste Wurfpositionen.

Nach ausgeglichenem Beginn (2:2/7.) verpassten die Gäste den Hausherren binnen zehn Minuten einen richtigen Rucksack (3:9/17.). Siebenmal klingelte es im Kasten von Benjamin Reißky, dagegen nur einmal in dem von Johannes Marek. LHV-Spielmacher Roy Kalweit erzielte in dieser Phase in seinem 100. Spiel sein 300. Tor.

Dieser große Rückstand zu dieser frühen Zeit war natürlich eine große Hypothek. Dennoch kämpften die Lausitzer sich wieder ins Spiel zurück und kamen jetzt auch vermehrt zu Treffern. Die HSG stellte ihr Spiel um und suchte nun ihr Glück über die Außenpositionen, wo Kapitän Uwe Lange dreimal verwandelte. An der durchschnittlichen 5/6-Tore-Differenz änderte sich bis zur Sirene zunächst wenig, auch wenn die HSG in der 25. Minute per Strafwurf einmal auf acht Tore (7:15) davonziehen konnte. Mit 11:16 ging es in die Kabinen.

Der LHV knickte nach dem Seitenwechsel nicht ein und zog das Spiel an sich. Fünf eigene Treffer, nur unterbrochen durch eine Einzelaktion von Martin Kovar, und der Rückstand schmolz zusammen. Ein 16:19 ist nach 38 Minuten noch lange nicht spielentscheidend. Umso ärgerlicher ist es, dass die LHV-Männer diesen Schwung nicht weiter nutzen konnten und nach dem 17:20 (42.) erneut auf sieben Tore zurückfielen. Je zweimal Martin Kovar und Uwe Lange – und es stand 17:24. Eine Vorentscheidung?

Der LHV, nun sehr offensiv deckend, zwang die Freiberger zu Fehlern im Aufbauspiel, nutzte dies auch gnadenlos aus (22:25), wurde aber schließlich in seinem Schwung ausgebremst. Nach einer Auszeit zog der HSG-Spielertrainer seinen letzten Trumpf, indem er sich selbst einwechselte. Ein Jiri Tancos hat so viel Erfahrung, dass er jede noch so kleine Lücke sieht und seine Nebenleute perfekt ins Spiel bringt. An ihm hat sich das nervös zu werden scheinende Gästeteam aufgerichtet und routiniert den Vorsprung bis zum 24:26-Endstand über die Zeit gebracht. (MM)

Der LHV spielte mit: Zeithamel, Reißky - Eckert (4/2), Baase (3), Canbek (3), Kalweit (3), Schäfer (3), Sieber (3), Böhme (2), Schütz (2), Däumel (1/1), Devantier, Pollack



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