Einer von hundert Tests in den Testzentren positiv


von Tageblatt-Redaktion

Einer von hundert Tests in den Testzentren positiv
Grafik: Pixabay

Hoyerswerda. Seit vor wenigen Tagen auch im Kreis Bautzen die öffentlichen Stellen für Tests auf Sars-Cov-2-Infektionen wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, wurden darüber rund 40.000 Schnelltets abgewickelt. Wie das Landratsamt mitteilt, gab es dabei 406 Positiv-Befunde, was einer Rate von gut einem Prozent entspricht.

Nicht eingerechnet sind jedoch zu Hause, in Schulen oder Firmen durchgeführte Selbsttests. Aktuell arbeiten nach Informationen der Kreisverwaltung rund 80 Testzentren und Teststellen im Kreisgebiet. Man werde das Netz in den kommenden Tagen bis zum Ende des Monats auf rund 100 ausgebaut haben, heißt es weiter.

Für die letzten Stunden meldet das Gesundheitsamt 118 Neuansteckungen sowie 95 Genesungen. Daraus resultieren 1.394 anhaltende Infektionen, 23 mehr als am Freitag. In den Krankenhäusern im Kreis werden derzeit 99 Covid-19-Patienten betreut, 24 davon auf Intensivstationen.

Der Wert, der die auf 100.000 Einwohner gerechneten Infektionen binnen einer Woche angibt, die Inzidenz, liegt laut Robert-Koch-Institut bei 255. Hier sind aktuelle amtliche Zahlen für die Stadtregion - zunächst jene der momentan Infizierten (in Klammern die Veränderung zum Freitag) und dahinter die Inzidenz (vom Freitag*):

Hoyerswerda 96 (+10) - 154

Bernsdorf 27 (+3) - 218

Wittichenau 20 (+/-0) - 227

Lauta 17 (+2) - 108

Oßling 14 (+4) - 89

Lohsa 13 (+3) - 57

Königswartha 8 (+1) - 116

Elsterheide 8 (+1) - 87

Spreetal 4 (-2) - 108

Zum Vergleich: Die höchsten Inzidenzen gemeldet werden aus Neukirch (1.112), Demitz-Thumitz (1.101) und Rammenau (972).

*Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen

 

Stand der Impfungen in Sachsen (und die Veränderung zum Freitag):

Erstimpfung: 765.318 Menschen (+25.493)

Zweitimpfung: 293.918 Menschen (+2.796)

Neue Zahlen für den Kreis Bautzen liegen nicht vor. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Reinhard Ständer schrieb am

Vor einem Jahr wurden nur Personen mit Symptomen (Fieber u.ä.) getestet, weil es nur geringe, teure Testmöglichkeiten gab und die Ergebnisse erst in einigen Tagen vorlagen. Heute 40.000 Tests in wenigen Tagen allein in den Testzentren des Landkreises. Es ist daher kein Wunder, dass 400 davon positiv sind und dass das die Inzidenzzahlen in die Höhe treibt. Es ist richtig, dass so viel getestet wird, aber die Inzidenz sollte nicht der alleinige Grund für Einschränkungen sein.

Stephan Jäkel schrieb am

In meinem Kommentar zum gestrigen Stand lag ein Fehler vor: Die 2 Impfgruppen (Erstimpfung und Zweitimpfung) sind nicht einfach kumulierbar, da hier doppelt gezählt wird (Menschen mit Zweitimpfung sind laut der obigen Werte weiterhin in der Gruppe der Menschen mit einer Erstimpfung enthalten). Das wirkt verwirrend. Laut RKI beträgt die Gesamtzahl bisher verabreichter Impfungen 1.059.236. 1.059.236 Impfungen sind nicht 1.059.236 Menschen. Das heißt 293.918 Sachsen/Sächsinnen erhielten die volle Immunisierung (Zweitimpfung) und nur 471.400 Sachsen/Sächsinnen (765.318 - 293.918) erhielten bisher nur die Erstimpfung. Liebes Hoyte24-Team, können Sie dies bitte zukünftig bei Ihrer Zählung berücksichtigen/ändern.

An meiner Aussage, dass der Landkreis Bautzen signifikant geringere Impfquoten als der Landesdurchschnitt wird dadurch nicht entkräftet. Der Landrat Bautzen sollte sich mehr für die Immunisierung seiner Bürger:innen einsetzen.

Mirko Kolodziej schrieb am

Hallo Herr Jäkel, ist das nicht selbsterklärend, dass jemand, der eine Zweitimpfung erhält, vorher das erste Mal geimpft worden sein muss? Aber ich kann das gern künftig in "vollständig Geimpfte" ändern. Die Rechnung geht anders: Mit über den Daumen einer Million Impfdosen insgesamt sind 765.000 Menschen ein erstes Mal geimpft und von eben diesen 294.000 auch noch ein zweites Mal, also komplett. Die Verwirrung wird sicher nicht kleiner, wenn auch noch der Janssen-Ciag-Impfstoff verwendet wird, der nur einmal gespritzt werden muss. Und nochmal zur Sicherheit: Haben Sie irgendwelche Daten dazu, wiel viele Bewohner des Kreises Bautzen geimpft sind? Wenn ja - gern her mit der Quelle (heißt Primärquelle)! Mirko Kolodziej, Redaktion

Daniel Müller schrieb am

"Hallo Herr Jäkel, ist das nicht selbsterklärend, dass jemand, der eine Zweitimpfung erhält, vorher das erste Mal geimpft worden sein muss?"

Was hat er denn dann bekommen, Kochsalz ?

"Und nochmal zur Sicherheit: Haben Sie irgendwelche Daten dazu, wiel viele Bewohner des Kreises Bautzen geimpft sind? Wenn ja - gern her mit der Quelle (heißt Primärquelle)! Mirko Kolodziej, Redaktion"

Laut Landkreis Bautzen, Erstimpfungen 28.668
Zweitimpfungen 14.156.

mfg Müller

Stefanie Trunsch schrieb am

Sehr geehrter Herr Ständer, die durch Schnelltests entdeckten Infektionen sind aber nur die eine Seite der Medaille. Durch die Regelmäßigkeit der Tests werden Infekte früher entdeckt, Infektionsketten früher durchbrochen, die Inzidenz sollte sinken - zumindest, wenn genügend Leute mitmachen. Beiapiel: Ein Infekt in einer Schulklasse mit 25 Kindern mit je 3 weiteren Familienangehörigen: ungetestet würden im schlimmsten Fall 24 Kinder angesteckt, die die Infektion an 75 weitere Personen weitergeben. Also 100 Infekte (ja, dann wäre das Hygienekonzept in der Schule nicht sehr zielführend, aber es rechnet sich gut). Der Schnelltest kann das Ausmaß deutlich verringern und damit auch die Inzidenzzahlen. Aber wie immer gilt: "There's no glory in prevention.".  Beim MDR ist das am Praxisbeispiel der Slowakei beschrieben worden. Der Artikel vom 13.04. erschien unter der Überschrift
"Konsequente Teststrategie kann dritte Corona-Welle brechen".

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