Einebnung erster Stelen-Grabanlagen


von Tageblatt-Redaktion

Einebnung erster Stelen-Grabanlagen
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Die Stadt lässt auf dem Kühnichter Waldfriedhof jetzt erstmals zwei der Urnengemeinschaftsanlagen mit Stellen einebnen. Per Aushang sowie per Schild wird über den Ablauf der Ruhezeiten informiert. Aus dem Rathaus heißt es bezüglich einer Möglichkeit, zwar die Bepflanzung zu beseitigen, aber die Stelen stehenzulassen, grundsätzlich sei das möglich. Darüber solle jeweils im Zusammenhang mit dem Rückbau der Anlagen entschieden werden.

Die beiden jetzt betroffenen Grabmale seien aus Sicht der Verwaltung jedoch qualitativ nicht so hochwertig, dass sie weiterverwendet werden oder andernorts aufgestellt werden könnten. Die Stadt hatte 2001 mit dem Anlegen von Urnengemeinschaftsanlagen mit Namensnennung begonnen.

Im Durchschnitt werden heute pro Jahr zehn solcher Anlagen errichtet. Die Ruhezeit auf dem Waldfriedhof liegt laut der städtischen Friedhofssatzung bei zwanzig Jahren. Darin heißt es auch, nach Ablauf seien die Grabmale zu entfernen. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Herbert Latton schrieb am

Es ist der Lauf der Zeit, dass so eine Anlage mal entfernt werden wird. Jedoch ist der Gedanke einer "Weiternutzung" der Stelen nicht von der Hand zu weisen. Eine Variante dazu wird auf dem Friedhof von Proschim praktiziert. Hier werden Grabsteine von eingeebneten Grabstellen an der Außeneinfriedung des Geländes nebeneinander abgestellt. So kommt bei einer Betrachtung ein Geschichtsbuch zustande, welches dann noch Erinnerungen hervorruft und Familiengeschichten nachvollziehbar werden. Auch ist eine Grabsteinkultur zu verfolgen für vergangene Zeiten. Bevor diese geschreddert werden, bleibt doch etwas erhalten und nimmt kaum Platz in Anspruch.

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