Eine Stadt für junge Menschen?!


von Tageblatt-Redaktion

Sehen Sie das Grau im Himmel oder das Bunte im Regenbogen? Hoyerswerda ist irgendwie beides.
Sehen Sie das Grau im Himmel oder das Bunte im Regenbogen? Hoyerswerda ist irgendwie beides.

Von Nadine Burkhardt (16), Miriam Deke (16), Sandra Stache (17) und Justus Beckert (15)

Der Satz „Ich komme aus Hoyerswerda!“ ruft bei ortsunkundigen Gesprächspartnern oft folgende Reaktion hervor: „Da gibt‘s doch nur graue Plattenbauten.“ – „Dort ziehen doch die Leute alle weg.“ – „Da war doch das mit den Ausländern …“ – „Echt? Und kann man da leben?“ Klischees über Hoyerswerda gibt es zuhauf. Doch hier leben als junger Mensch? Doch, das geht:

Freizeitgestaltung und Sport sind hier kein Problem

Hoyerswerda ist grau? Nee! Hier gibt es jede Menge Grün. King-Haus-Park, Zentralpark, Woyski-Park, Familienpark, das Indianerdorf … alles Orte zur Erholung praktisch mitten in der Stadt. Was jedoch nicht sein darf, mal am Rande erwähnt: der teilweise erschreckende Zustand dieser Areale: Müll liegt herum, Sitzbänke und Spielgeräte sind vollgemalt oder gar zerstört. Daran muss sich etwas ändern! Ein Park sollte ein Ort der Entspannung und keine Müllhalde sein! Ein weiterer Sport-, Spiel- und Erholungsort für Jung und Alt ist gerade erst eröffnet worden: die Bürgerwiese zwischen der Straße des Friedens und der Bonhoefferstraße. Doch nicht nur Menschen, die auf Entspannung aus sind, sondern auch Sportler kommen in Hoyerswerda auf ihre Kosten.

Genannt seien Vereine wie der Sportclub, der Lausitzer Handball-Verein, der Sportverein 1919, Kraft und Figur, Karate-Do e.V., der Schwimmsportverein … Und wer freizeittechnisch Sport treiben will, kann in der Umgebung hervorragend joggen, Rad fahren und skaten. Nicht zu vergessen das Lausitzbad – so etwas gibt es nicht in jeder Stadt! Für junge Wissenschaftler, Forscher und Naturinteressierte sind das Kinder- und Jugendzentrum Natz und die Kinder- und Jugendfarm wie gemacht. Während sich das Natz eher auf Technik spezialisiert hat, kann man sich auf der Jugendfarm der Heimatkunde zuwenden und sich um die Tiere kümmern. Auch das Jugendklubhaus Ossi bietet viele Möglichkeiten, mit anderen Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten und seinen Hobbys nachzugehen, und das schon seit 50 Jahren. Langeweile gibt‘s hier nicht. So sollte es bleiben!

Kultur

Hoyerswerda und Kultur? Viele fragen sich, was kann man denn hier Interessantes machen? So viel gibt es doch nicht. Doch bei genauerem Hinsehen wird man feststellen, dass das nicht stimmt. Es gibt hier vielfältige kulturelle Angebote, von Musik über Museen bis hin zu Literatur. Ein derzeitiges Projekt ist die Entstehung des neuen Konrad-Zuse-Museums in der Bonhoefferstraße.

Gleich in der Nähe befindet sich die Brigitte-Reimann-Bibliothek mit Büchern für junge und ältere Leser. Und auch über die Namensträgerin dieser Bibliothek Brigitte Reimann gibt es in Hoyerswerda ein Museum. Ein Stück weiter am Lausitzer Platz steht die Lausitzhalle und nebenan im selben Gebäude befindet sich die Musikschule Hoyerswerda. Geht man an der Lausitzhalle vorbei, sieht man immer Angebote für viele verschiedene Konzerte. Ein besonderer Höhepunkt in jedem Jahr sind die Musikfesttage Hoyerswerda, die im nächsten Jahr fünfzigjähriges Jubiläum feiern. Jeweils drei Wochen lang bietet dieses Projekt verschiedene Konzerte von Einzeldarbietungen bis zu Orchesterkonzerten. Da ist auf jeden Fall immer etwas für verschiedene Interessen dabei. Und jedes Jahr gibt es besondere Gäste in der Lausitzhalle, wie zum Beispiel die 12 Cellisten aus Berlin in diesem Jahr.

Eine weitere Kultureinrichtung in Hoyerswerda ist die KulturFabrik. Hier treten meist Künstler auf und werden Filme gezeigt, die man nicht überall sehen kann. Jedes Jahr hat auch die KuFa ein großes Projekt, das sich „Eine Stadt tanzt“ nennt. In diesem Jahr lautete das Thema „Le sacre du printemps“ nach einem Ballett von Igor Strawinski.

Altstadt

Westlich der Schwarzen Elster liegt unsere Altstadt. Für viele ist sie einer der attraktivsten Stadtteile Hoyerswerdas, so auch für mich. Sie überzeugt durch ihr schönes und gemütliches Aussehen. Die Stadt und die Hauseigentümer setzen viel daran, die Gebäude zu erhalten und neue Bauten auch im Altstadt-Flair erscheinen zu lassen. Die neu gebauten Wohnräume sind von innen passend modern gestaltet. Weiterhin lassen sich in der Altstadt etliche Gaststätten finden, in denen man einen gemütlichen und köstlichen Abend verbringen kann. Auch Kulturelles konzentriert sich hier! Mehrmals im Jahr lädt die Altstadt mit ihren Kneipen zur Altstadttour ein oder die KuFa veranstaltet Konzerte, Kabaretts und anderes.

Es ist alles schön und gut, doch zu bemängeln gibt es trotzdem etwas. Auch wenn man hin und wieder Kulturangebote findet, fehlen diese aber grundsätzlich vor allem für die jüngere Gesellschaft. Mal aller drei Wochen eine Veranstaltung, welche die Jüngeren anspricht oder nur die Mojito-Bar reichen einfach nicht. Außerdem bietet die Altstadt kaum Einkaufmöglichkeiten. Sie soll zwar zum Bummeln einladen, aber wo soll man denn? Alle kleinen, niedlichen, anziehenden Geschäfte wurden von Großmärkten vergrault. Jedoch kann man getrost stolz sein auf unsere schöne Hoyerswerd’sche Altstadt, denn einen ruhigen Nachmittag kann man dort definitiv verbringen!



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