Ein IT-Experte muss ran


von Tageblatt-Redaktion

Die Stadt Lauta stellte eine IT-Fachkraft ein - für sich selbsdt und für andere Kommunen. Foto: Ralf Grunert
Die Stadt Lauta stellte eine IT-Fachkraft ein - für sich selbsdt und für andere Kommunen. Foto: Ralf Grunert

Aufgrund von „organisatorisch-technischen Mangelerscheinungen bei der Arbeit im Rathaus“, wie es Bürgermeister Frank Lehmann formulierte, stellt die Stadtverwaltung Lauta Anfang des neuen Jahres eine IT-Fachkraft ein. Das hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr beschlossen. Bislang kümmerte sich ein bei der Stadt Königsbrück angestellter Experte auch um die EDV-Technik der Stadt Lauta.

Das erfolgte zuletzt aber nicht mehr in dem Umfang, wie das nötig wäre. Daher hatte Lauta angeregt, eine zweite Stelle zu schaffen. Zwar wird sich diese im Stellenplan der Stadt Lauta wiederfinden. Die Finanzierung erfolgt aber analog zur der in Königsbrück vorhandenen Stelle durch mehrere Kommunen, nämlich die, die die Leistungen der IT-Fachkraft in Anspruch nehmen.

Die Kosten für beide Experten inklusive Material und Büro-Unterhaltung werden mit rund 135 000 Euro pro Jahr angegeben. Auf die Stadt Lauta entfallen geschätzte 33 750 Euro. „Es ist notwendig, uns zu verstärken, um kurzfristiger auf den nötigen Sachverstand zugreifen zu können“, so der Bürgermeister.

Die Stadtverwaltung hat auch schon eine Person für diese neue Stelle gefunden, es handelt sich um einen Mitarbeiter des Landratsamtes Bautzen. Vorab sei auch geklärt worden, ob eine Stellenausschreibung nötig ist. „Laut Rechts- und Kommunalamt ist das nicht so. Man kann die Stelle ausschreiben, aber man muss nicht“, stellte Frank Lehmann klar.

Mario Bauer (CDU) bezeichnete diese Verfahrensweise als „ein Stück weit anrüchig“. Der Bürgermeister ließ das allerdings nicht so im Raum stehen. „Wenn Sie geeignete IT-Fachkräfte kennen, können Sie uns gern informieren. Das würden wir abprüfen.“

CDU-Fraktionschef Dietrich Matthes hatte die Sorge, dass es „im ungünstigsten Fall passieren könnte, dass sich der von Lauta zu zahlenden Kostenanteil unverhältnismäßig erhöht“. Denn die an der Finanzierung beteiligten Kommunen bezahlen nur einen Sockelbetrag und darüber hinaus für die tatsächliche Arbeit.

Bürgermeister Lehmann blickt da optimistisch in die Zukunft. Er ist überzeugt, dass es über mehrere Jahre betrachtet für Lauta nicht teurer werden wird. Zumal davon die Rede ist, dass selbst die zweite IT-Fachkraft nicht ausreichen wird. (red)



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