Ein Haus mit sehr wechselhafter Geschichte


von Tageblatt-Redaktion

Ein Haus mit sehr wechselhafter Geschichte
Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Das Dach im Schweizerstil flach geneigt mit weitem Dachüberstand – das Haus Fischerstraße 4 hat tatsächlich etwas villenartiges. 1853 wurde das Gebäude errichtet und blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Besitz der Familie Kluge.

Die Nutzung wechselte schon damals: Firmensitz, Mietwohnungen, während der Nazi-Jahre Partei-Unterkunft für die NSDAP sowie Kreisverwaltung der Deutschen Arbeitsfront. Nach Krieg und Enteignung zogen Arbeits- und Kulturamt ein, aber auch die Militärkommandantur der Roten Armee.

Es folgten das Ministerium für Staatssicherheit mit seiner örtlichen Dienststelle und nach deren Umzug ins Industriegelände das Bauamt des Kreises Hoyerswerda. Nach 1990 blieb die Immobilie zuerst ein Verwaltungsgebäude, 2004 wurde sie reprivatisiert und als „Villa am Schloß“ saniert. (red)

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