DRK-Mitarbeiter stoßen auf neue Wache an


von Tageblatt-Redaktion

Roland Barthel, Steffen Gregor, Roberto Lutz, Robin Tscharntke und Jürgen Löschau (v. l.) stießen gestern mit Cola  auf die  neuen Rettungswache an.
Roland Barthel, Steffen Gregor, Roberto Lutz, Robin Tscharntke und Jürgen Löschau - v. l. - stießen gestern mit Cola auf die neuen Rettungswache an.

Gestern war die Zeit für Blumen, Präsentkörbe, belegte Brötchen, wohl gesetzte Worte und Applaus. Denn im Gebäude der neuen Leitstelle in Kühnicht wurde die Rettungswache feierlich eingeweiht. 4,2 Millionen Euro hat allein dieser Teil des Gebäudes an der Merzdorfer Straße gekostet und Landrat Michael Harig (CDU) befand: „Über das Ergebnis können wir uns freuen.“

Wachleiter Jörg Schuhmann stimmt nach siebenwöchigem Betrieb zu. Zwar gebe es noch Kinderkrankheiten: „Aber das sind Kleinigkeiten, die zügig behoben werden.“ Die mehr als 40 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die seit Anfang April von der neuen Wache aus Rettungs- und Krankentransporte fahren (TAGEBLATT berichtete), seien sehr zufrieden, so Schuhmann: „Die Arbeitsbedingungen sind deutlich besser geworden.“

Es ist nicht nur so, dass es nebenan bei der Feuerwehr doch verhältnismäßig eng zuging. Der verantwortliche Wittichenauer Bauingenieur Jürgen Heidan hat bei der Planung auch auf kurze, barrierefreie Wege vom Aufenthaltsbereich zu den Fahrzeugen oder die Unterbringung von Desinfektion und Lagern direkt neben der Fahrzeughalle geachtet.

Schließlich geht es in einer alternden Stadt häufig um Minuten. Allein voriges Jahr waren in Hoyerswerda 12 200 Rettungseinsätze zu fahren, also jeden Tag mehr als 30. Dazu kamen 6 000 Krankentransporte. „Man kann an diesen Zahlen die Bedeutung so einer Wache ermessen“, findet der Landrat. Bürgermeister Thomas Delling (SPD) erinnerte daran, wie beengt das Rettungswesen noch zu seiner Zeit als Ordnungsdezernent im Landratsamt Hoyerswerda vor gut zwanzig Jahren arbeiten musste: „Es war schwer und hat die Beteiligten vielfach an den Rand der Leistungsfähigkeit geführt.“

Nun habe sich Hoyerswerda zum zentralen Standort gemausert, so Delling: „Wenn dann noch die Leitstelle in Betrieb geht, ist das eine runde Sache.“ Dieser Wunsch soll sich im Herbst erfüllen – im Obergeschoss, direkt über der neuen Rettungswache.



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