Drei Namensvorschläge für die Oberschule


von Tageblatt-Redaktion

Drei Namensvorschläge für die Oberschule
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Während das Thema Namensgebung in der Oberschule momentan keine Rolle mehr spielt und die Schülerschaft mit Oberschule Hoyerswerda oder kurz Oschy offensichtlich gut leben kann, verstärkt sich die Initiative aus dem Stadtrat. Inzwischen liegen aus seinen Reihen nämlich drei Anregungen zur Namensgebung sowie obendrein ein Verfahrens-Vorschlag vor.

Hatte die AfD im September die Bezeichnung Seenland-Oberschule und die SPD die Benennung nach Autorin Brigitte Reimann (1933 – 1973) angeregt, brachte die Linke nun noch einmal den Namen Willy Blum ins Spiel. Der Sinto-Junge war 1943 aus Hoyerswerda ins KZ deportiert worden und kam dort 16-jährig um. Die Freien Wähler hatten ihn schon im Januar vorgeschlagen.

Die SPD regt an, die Rätinnen und Räte mögen abstimmen und die Stadt den Favoriten dann als Mitglied der Schulkonferenz dort einbringen. Nachdem Schülerschaft, Lehrerschaft und Eltern sich eine Meinung gebildet haben, solle es dann ein abschließendes Votum geben. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Andreas Müller schrieb am

Sehr kreativ die Vorschläge der AfD und SPD!

Ralf Zirnsrein schrieb am

Wieso wollen oder sollen irgendwelche Parteien über den Namen der Schule entscheiden ? Warum fragt man nicht einfach die Bürger der Stadt dessen Kinder diese Einrichtung besuchen – unabhängig, welches Parteibuch die Eltern in der Tasche haben.

Reinhard Ständer schrieb am

Vonseiten der Oberschule wurde am Anfang der Namensvorschlag Gerhard-Gundermann-Schule genannt. Der taucht nun nicht mehr auf. Offenbar ist dem Stadtrat die Meinung der Lehrer und Schüler ohne Bedeutung.
Sehr kreativ, wie Herr Müller schreibt: Ein Seenland-Klinikum und eine Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek haben wir bereits.

Ilona Wünsch schrieb am

Ich bin auch dafür, dass die Bürger von Hoyerswerda entscheiden sollten bei der Namensgebung. Gerhard Gundermann Schule wäre mein Vorschlag. Mit ihm verbinde ich Hoyerswerda und Bergbau mehr, auch wenn Gundermann Ecken und Kanten hatte. Schließlich sollen wir tolerant sein, warum nicht auch der Stadtrat.

Thomas Tschirner schrieb am

Dass Herr Gundermann in der Schule keine Rolle mehr spielt, stimmt so ja nicht. Es gab diesbezüglich zumindest eine Veranstaltung in der Oberschule. Aus meiner Sicht ein sehr einseitiger Versuch, diesen Namen doch irgendwie durchzuboxen, da andere Möglichkeiten nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurden.

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