Die Währungsreform kommt


von Tageblatt-Redaktion

Wilfried Duy ist Praesident der Hoyerswerdaer Numismatiker - er hat zwar noch keine aktuellen Lausitzer, aber dafuer echtes Geld
Wilfried Duy ist Praesident der Hoyerswerdaer Numismatiker - er hat zwar noch keine aktuellen Lausitzer, aber dafuer echtes Geld

Über ein halbes Jahrzehnt wurde von ihm geredet – im Freundeskreis und auf hoch offiziellen Foren; Partner in Form von Akzeptanzstellen wurden gesucht; Probedrucke gefertigt ... Nun tritt er in die Welt des (Regional-) Geldes ein: der Lausitzer. Beginnen soll die Währungsreform am jetzigen Sonnabend, dem 10. September, auf dem 14. Herbstmarkt in Wartha (nicht dem bei Königswartha, sondern dem bei Guttau/ Dauban!).


Kleiner Kreislauf des Geldes

Dieses Regionalgeld soll den „kleinen Kreislauf des Geldes“ beleben – wird es doch nur hier innerhalb eines (noch ausbaufähigen) Netzes von Händlern, Gewerbetreibenden und Dienstleistern akzeptiert. Außerdem hat es nur eine begrenzte Gültigkeit, die beim Geldumtausch auf die Rückseite gestempelt wird. Der „Ausgebezwang“ ist also da. Ab Verfallsdatum kann es nur mit Abschlag weiterverwendet werden. Oder wird zum hübschen Sammlerstück. Die Scheine der Werte 1, 3, 5, 10, 30 und 50 Lausitzer zeigen auf dem Avers Lausitzer Generation vom Kind (1) über das Liebes- (3) bis hin zum Seniorenpaar (50). Auf der Rückseite können Interessierte ihre Werbung aufdrucken lassen.

 www.lausitzer.net

Einladung zur Großen Sammlerbörse am 10. September

... und ein paar Vorbetrachtungen in Sachen Geld und Gold

Vom 22. zum 24. August fiel Gold von 1.898,10 US-Dollar je Feinunze auf 1.751,35 USD. Das ist in der Tat dramatisch. Dementsprechend dramatisch überschlugen sich (fast) alle Zeitungen: „Crash“, „Goldblase geplatzt“ und ähnliche Greuelmeldungen mehr. Freilich – mit aktuellster Notierung (2. September) hält Gold wieder bei 1.884,25 USD. Da hätte man zu lesen erwartet (nein, natürlich nicht wirklich!): „Boom“, „Himmelssturm“ oder Vergleichbares. Stattdessen: Schweigen. Wie meist in langer letzter Zeit, da der Goldpreis nur eine Richtung kannte. Welche? Am 5. September 2001, heute vor zehn Jahren, stand das Edelmetall bei 271,80 USD je Feinunze (*).
Dies ist jetzt keine Werbung oder gar Kaufempfehlung auf Gedeih und Verderb, sondern nur ein nüchterner Fakt, aus dem jeder seinen Schluss ziehen mag. Entweder den, dass es nicht ewig so weitergehen könne – oder den, dass es bei der anhaltenden Talfahrt des Geldes sehr wohl noch eine ganze Weile so weitergehen kann.
Jedenfalls sind Gold- und Silbermünzen neben anderen numismatischen Kostbarkeiten und Kuriositäten umfassend auf der Großen Sammlerbörse des Numismatischen Vereins Hoyerswerda zu finden, die die Herbstsaison eröffnet.
Münzen, Medaillen, Geldscheine, Orden, Ehrenzeichen, Literatur, Sammlerzubehör – all das wartet auf Käufer, die anlegen oder einfach nur ein schönes Stück wie die oben gezeigten aus historischem oder ästhetischem Interesse erwerben möchten. Im Eintrittspreis inbegriffen ist das kostenlose Schätzenlassen der eigenen Sammlung durch die Münz-Experten.


 * = www.finanzen.net (Rohstoffe/Goldpreis/Historisch)

Große Sammlerbörse (alle Sammelgebiete) des Numismatischen Vereins Hoyerswerda – Lausitzhalle Hoyerswerda (Lausitzer Platz 4)/ Sonnabend, der 10. September, 9 bis 13 Uhr

P.S.: Bilder des aktuellen "Lausitzer"-Designs waren nicht ladbar, finden sich aber auf der Website  

www.lausitzer.net

"Ersatzweise" zeigen wir Ihnen in der Bildergalerie die schon so gut wie verschollenen ersten "Lausitzer"-Entwürfe und Probedrucke von vor fünf Jahre, also von 2006 - und noch ein bisschen richtiges Gold- und Silbergeld. Auf dass der "Lausitzer" eben so stark werde ... 



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