Die Leag blickt mit Sorge nach Berlin


von Tageblatt-Redaktion

Die Leag blickt mit Sorge nach Berlin
Foto: Mirko Kolodziej

Schwarze Pumpe. Die Lausitz Energie AG (hier das Leag-Kraftwerk im Industriepark) hat gemahnt, den gesetzlich festgelegten Fahrplan zur Beendigung der Kohleverstromung bis 2038 einzuhalten. In einer Mitteilung heißt es, man sei besorgt wegen der Bestrebungen von SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen, den Ausstieg beschleunigen zu wollen.

Die Menschen in den Kohlerevieren müssten darauf vertrauen können, dass das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz, das den geordneten und sozialverträglichen Ausstieg regele, auch mit einer neuen Bundesregierung Bestand habe. Der erzielte Kompromiss mute ihnen bereits schwere Einschnitte zu und bürde ihnen Lasten auf.

Leag-Chef Helmar Rendez sagt, man erwarte, dass  die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung des Kohleausstiegspfades sachgerecht und fachlich fundiert erfolgt, um Strukturbrüche zu verhindern. Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit seien gleichranging zu berücksichtigen.

Eine neue Regierung solle den schnellen Ausbau der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen und den Aufbau von neuen nachhaltigen, tragfähigen und wirtschaftlichen Wertschöpfungsketten auf Wasserstoffbasis erleichtern. Es brauche Zeit, um den Wandel erfolgreich gestalten zu können. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Torsten Weniger schrieb am

Die Wenigsten erkennen, dass es nicht nur um Strom aus Kohle, Gas oder anderen fossilen Brennstoffen geht.

Die Menschheit muss in ihrem Handeln umdenken. Und das im Idealfall, bevor irgendwo Notlagen durch Überschwemmungen, Dürre oder große Brände entstehen.

Wer denkt, an den Landesgrenzen hören die Folgen für sein eigenes Tun und Handeln auf, der wird sich noch wundern, wenn "Klimaflüchtlinge" in absehbarer Zeit in noch bewohnbare Regionen ziehen wollen.

Ein Streben nach "höher, schneller und weiter" muss sich wandeln in ein "füreinander, miteinander und gemeinsam ". Dann schaffen wir es auch noch, dass unsere Enkel und Urenkel ohne Krieg und Hungersnot weiter leben können.

Und wer noch glaubt, dass eine Energiewende bedeutet, dass Nachts die Lichter ausgehen, oder wir im Winter erfrieren, der sollte sich mal gründlich belesen, welche technischen Möglichkeiten es gibt.
Leute, wir schicken ein ferngesteuertes Autos auf den Mars, was ohne Kohlekraftwerk jahrelang fährt, und ihr glaubt, dass wir das vor Ort nicht auf die Reihe bekommen?

Irene Menzel schrieb am

Ganze Städte hängen auch an der Fernwärme aus Pumpe und Verschaut. Viele haben gar keine andere Alternative zum Heizen.W ohnhäuser wurden saniert, da ist keine Heizung vorgesehen, Schornsteine wurden zurückgebaut. Mir gruselt es vor der Zukunft. Bin auch der Meinung von Herrn August. Glück auf, lieber Steiger!

Stefan Noack schrieb am

Torsten Weniger, sehr schön Ihr hoffnungsvolles Statement!
Fast wie die Tagesschau live...
Jeder darf und soll seine eigene Meinung haben! Leider.

Aber schlaue Reden und Realität unterscheiden sich oft. Welche Technologien schweben Ihnen denn so vor, wenn die Sonne untergegangen ist und kein Wind weht?

Lassen Sie mich raten... Strom aus China oder Frankreich - natürlich aus Kohle und Atom... Und die unterbezahlten Hy_er_*_innen zahlen dann sehr gerne den 5-fachen Preis.

Gott sei Dank bleibt mir Ihre Vision und die Realität aufgrund meines Alters hoffentlich erspart.

Thomas Häntschke schrieb am

Ja, Herr Weniger, das Streben nach "höher, schneller und weiter" muß sich wandeln. Allein durch den Digitalisierungswahnsinn wird dies aber nicht umzusetzen sein, denn dadurch wird es noch "höher, schneller und weiter" getrieben, weil ja die absolute Optimierung der Menschen noch lange nicht erreicht ist. Ich jedenfalls hoffe, daß die in meinem Hauseingang für die Wärme- und Warmwasserversorgung vorhandene Gasheizungsanlage immer genügend Strom hat, so daß sie nicht ausfällt, da es keine andere Möglichkeit gibt, die Wohnung zu beheizen. Da helfen auch keine technischen Möglichkeiten, die es vielleicht gibt, aber hier nicht vorhanden und bestimmt in der Notsituation auch nicht so schnell zu beschaffen sind. MfG Thomas Häntschke

Robert Meier schrieb am

Hallo Herr Kade, ich lebe nahezu autark. Auch Technologien entwickeln sich weiter, insbesondere in 20 Jahren. Aber wenn man stur auf die Vergangenheit setzt, kommt man nicht vorwärts. Ich sage nicht, dass man von heute auf morgen alles zumachen soll. Aber mit einem straffen Plan kann man allen Seiten helfen.

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