Die aktuelle Entwicklung an der Corona-Front


von Tageblatt-Redaktion

Die aktuelle Entwicklung an der Corona-Front
Grafik: Pixabay

Hoyerswerda/Bautzen.  "Die Lage in den Kliniken ist dramatisch“, sagte am Dienstagnachmittag Udo Witschas, Vize-Landrat des Landkreises Bautzen. „Das Personal hat die Belastungsgrenze erreicht. Heute (Dienstag, d. Red.) war im gesamten Landkreis nur noch ein Intensivbett für Corona-Patienten frei. Für Patienten aus Pflegeheimen wird derzeit immer öfter eine Vor-Ort-Behandlung in den Heimen vorgenommen. Auch hier ist das Personal über die Maße belastet.“ In den Kliniken im Kreis Bautzen werden derzeit nach Meldung der Klinikleitstelle Dresden/Ostsachsen 211 Corona-Patienten behandelt, 34 sind Intensivpatienten.

Im Landkreis Bautzen sind am Dienstag insgesamt 210 Coronavirus-Neuinfektionen festgestellt worden. Vier Patienten im Alter zwischen 71 und 93 Jahren sind verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion seit Beginn der Pandemie auf 127. Weitere 213 Patienten gelten als genesen. 2.056 Personen sind aktuell infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 532,33 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. 5.049 Infizierte und Kontaktpersonen ersten Grades befinden sich derzeit in Quarantäne.

Die Anzahl der am Dienstag insgesamt am Coronavirus Infizierten lag in Hoyerswerda bei 179 Personen (19 mehr als am Vortag), in Bernsdorf bei 48 (+5), in Lauta bei 26 (+2), in Wittichenau bei 48 (+6), in der Elsterheide bei 52 (+1), in Lohsa bei 35 (+1) und in Spreetal bei 12 (+1).

Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung wurden unter anderem am Montagabend durch die Polizei in Hoyerswerda geahndet. Am Lipezker Platz wurden mehrere Personen ohne Maske und ohne triftigen Grund zusammen angetroffen. Es wurden Platzverweise ausgesprochen und die Verstöße zur Anzeige gebracht.

Im Freistaat Sachsen ist ab Montag, 14. Dezember 2020, ein vollständiger Lockdown geplant. So sollen Schulen, Kindergärten und Horte geschlossen werden. Auch Geschäfte, die nicht Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, sind von der Schließung betroffen. Ebenfalls geplant sind nächtliche Ausgangssperren. Die Regeln sollen bis 10. Januar 2021 gelten. Die genannten Maßnahmen stellen den derzeitigen Arbeitsstand der Staatsregierung vor. Eine Veröffentlichung der Corona-Schutz-Verordnung und damit der konkreten Regelungen wird für Freitag erwartet. (red)

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