Der Freizug in Reimann- und Petersstraße geht weiter


von Tageblatt-Redaktion

Der Freizug in Reimann- und Petersstraße geht weiter
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Nur noch einzelne Fenster sind abends im Haus Günter-Peters-Straße 1 – 7 beleuchtet, denn viele Wohnungen sind hier schon leer. Und der Freizug wird ebenso weitergehen, wie unweit davon im Block Brigitte-Reimann-Straße 2 - 8. Die beiden zum Abriss vorgesehenen Häuser im WK I waren jetzt Thema eines vom Rathaus als Vermittlungsgespräch bezeichneten Treffens.

Zusammengekommen sind dabei Vertreter der Initiative Mitmachstadt Hoyerswerda, der Wohnungsgesellschaft als Gebäudeeigentümerin und Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD), der Unternehmens-Aufsichtsratsvorsitzende. Die Bürgerinitiative hatte im Sommer einen Mangel an Transparenz beklagt. Nun dankt sie für kooperatives Verhalten.

Sie spricht von Ergebnisoffenheit und sieht immer noch eine Chance auf Sanierung statt Abriss. Denn: Auch dafür wäre ja ein Freizug nötig. Verwiesen wird in einer Erklärung der drei Gesprächspartner auf das Verfahren zum Gesamtstädtischen und regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzept GeREHK. Hier solle die Bürgerschaft stark beteiligt werden.

Der Chef der Wohnungsgesellschaft Steffen Markgraf sagt freilich, man wolle die laufenden Planungen „bezüglich der Weiterentwicklung des WK I, z.B. eine besondere Grün- und Blütenoase“ in den GeREHK-Prozess einbringen. Diese Anlage ist dort vorgesehen, wo jetzt das Haus Reimannstraße 2 – 8 steht. (red)



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Kommentare zum Artikel:

Heike Ennajoui schrieb am

Einfach traurig sowas.

Marcel Gründel schrieb am

Der künftige Abriss weiterer Häuser sollte überdacht werden. Man spricht vom Forschungscampus Lausitz in Schwarzkollm und anderen Industrie- und Wirtschaftserweiterungen und dann sollen Wohnungen abgerissen werden? Gerade in näherer Zukunft werden bezahlbare (Studenten-) Wohnungen gebraucht.

Thomas Häntschke schrieb am

Im dazugehörigen Artikel im HOYERSWERDAER TAGEBLATT (20.09.2023) ist als letzter Satz zu lesen:

"Torsten Ruban-Zeh ergänzt, WH und MiMaH hätten sich bereiterklärt, den Austausch fortzusetzen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die den Interessen der Bürgerschaft und der Stadt gerecht würden." Meiner Meinung nach würde die WH der Bürgerschaft und der Stadt auch über die Stadtgrenzen hinaus gerecht, wenn sie die Abrisspläne im WK I beenden würde und den Grundstein und die Wiege der Hoyerswerdaer Neustadt in ihrem jetzigen Bestand als städtebauliches und industriegeschichtliches Denkmal erhalten bleibt.

Ein weiterer Punkt, welchen ich für den Erhalt des noch bestehenden Ensembles für wichtig erachte, sind die Straßennamen des WK I, mit denen auch die Stadt Hoyerswerda für Hoyerswerda wirbt. Brigitte Reimann, Konrad Zuse, Günter Peters, Otto Damerau. Vier Namen, welche in unterschiedlicher Häufigkeit in den Medien erwähnt werden. Es ist noch nicht lange her, da wurde über Brigitte Reimann (2023 90. Geburtstag) berichtet. Auch Konrad Zuse (Ehrenbürger seit 19.05.1995) wird immer wieder, nicht nur in den lokalen Medien erwähnt. Anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger von Hoyerswerda im Jahr 1953 und seiner Verdienste beim Aufbau des Hoyerswerdaer Museums wird im Lausitzer Almanach 16 (erschienen 06.09.2023), mit dem Beitrag "Zur Erinnerung an Otto Damerau (1877-1961) und seine Wanderung in die Teichlandschaft südlich von Hoyerswerda" an eben diesen erinnert. Für mich bleibt es dabei, dass der Grundstein und die Wiege der Hoyerswerdaer Neustadt in seiner jetzigen Form erhalten werden sollte.

Mit freundlichem Gruß
Thomas Häntschke

PS: Die Originaltexte von mir, werden nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfasst (z. B. "daß", "Anläßlich") und von der Redaktion bearbeitet.

Rainer Walther schrieb am

300 anerkannte Flüchtlinge leben derzeit im Landkreis Bautzen noch in Asylunterkünften, obwohl sie dort eigentlich ausziehen müssten. Aber wohin?
gelesen in der Sächsische Zeitung vom 22.09.2023

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