Der einstige Wohn- und Arbeitsort ist weg


von Tageblatt-Redaktion

Der einstige Wohn- und Arbeitsort ist weg
Foto: Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Kersten Flohe dieser Tage an alter Lebens- und Arbeitsstätte im WK X. 1986 zog sie im Neubau in der Otto-Nagel-Straße ein. Und als sich das Viertel zu leeren begann, stellte 2003 die LebensRäume-Wohnungsgenossenschaft der Künstlerin eine freie Nachbarwohnung für ihr Galerie-Projekt „Kunst in der Platte“ zur Verfügung.

2010 war jedoch Schluss. Kersten Flohe musste als letzte Mieterin ihres Aufganges ausziehen, und wenig später kam der Abrissbagger. Die 65-Jährige wohnt heute in der Altstadt, und vermisst den WK X sehr - insbesondere die Nähe zum Seidewinkler Wald.

Lebten 2000 im WK X gut 3.600 Menschen, sind es nach letzten Veröffentlichungen noch 270 – im Laurentiusheim und dem letzten verbliebenen Würfelhaus. Gleichzeitig wuchs – auf Abrissflächen – die Eigenheimsiedlung am Grünewaldring auf 306 Einwohner. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Daniel Ryll schrieb am

Als Jahrgang '79 erlebte ich noch als Nachbars-Kind den Aufbau des WK X. Platte für Platte wurde in den Achtzigern in Akkordarbeit der 10. Komplex aufgebaut und nun immer wieder als gegenwärtiger Besucher dieser Heimatstadt schockt mich noch heute die rasche Veränderung. ...nichts ist unendlich!

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