Der Dörgenhausener Blitzer ist eingeschossen


von Tageblatt-Redaktion

Weil auf der Wittichenauer Straße in Dörgenhausen sehr oft zu schnell gefahren wird, war von den Einwohnern lange und hartnäckig die Aufstellung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage gefordert worden.
Weil auf der Wittichenauer Straße in Dörgenhausen sehr oft zu schnell gefahren wird, war von den Einwohnern lange und hartnäckig die Aufstellung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage gefordert worden.

Die Stadt Hoyerswerda ist für Geschwindigkeitskontrollen auf ihrem Territorium selbst verantwortlich. So wie im restlichen Landkreis kommen dabei stationäre und mobile Geschwindigkeitsmessgeräte zum Einsatz. Allein die Starkästen und Blitzersäulen lösten im vergangenen Jahr mehr als 10 000-mal aus. Die Einnahmen aus Verstößen im sogenannten „fließenden Verkehr“ summierten sich auf knapp 313 000 Euro. Das Gros geht auf das Konto von Geschwindigkeitsüberschreitungen. Damit liegen diese Einnahmen fast genau auf dem Niveau des Jahres 2011.

Wo überall in Hoyerswerda stehen derzeit stationäre Blitzgeräte?
Die Stadt verfügt über zwei sogenannte „Starkästen“ stadtein- und stadtauswärts an der Bautzener Straße in Zeißig, über einen an der Dorfstraße in Schwarzkollm, über einen weiteren an der Wittichenauer Straße in Dörgenhausen sowie über den an der Albert-Einstein-Straße. Hinzu kommen die beiden Blitzersäulen an der Erich-Weinert-Straße und an der Dresdener Straße im Bereich des Wassertums am Adler.

Sind sämtliche Anlagen auch ständig in Blitz-Bereitschaft?
Da jeweils für mehrere Anlagen nur ein Fototeil zur Verfügung steht, werden die Messplätze im Wechsel bestückt. Die Einschübe waren abgesehen von wartungs- oder witterungsbedingten Zwangspausen ständig in Betrieb, so die Auskunft aus der Hoyerswerdaer Stadtverwaltung.

Wie viele Raser wurden an den einzelnen Messpunkten geblitzt?
Vom Blitzer in Dörgenhausen wurden etwa 3 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. An der Albert-Einstein-Straße waren es rund 2 600 und in Zeißig etwa 3 200 Fahrzeuge. Am häufigsten blitzte es einmal mehr aus der Säule an der Dresdener Straße. 3 600 Raser wurden hier im Jahresverlauf ertappt. Bemerkenswert ist allerdings die „Ausbeute“ des Dörgenhausener Blitzers, denn der wurde erst im Juni 2012 in Betrieb genommen.

Wie oft und wo vor allem wurden mobile Kontrollen durchgeführt?
Im vergangenen Jahr war das Messfahrzeug insgesamt 407-mal unterwegs. Die Einsatzzeit pro Standort variierte dabei zwischen einer halben Stunde und bis zu acht Stunden. Örtliche Schwerpunkte waren die Bautzener Allee, die Grollmußstraße, die Külzstraße sowie die Herrmannstraße in der Neustadt und die Dresdener Straße, die Kolpingstraße, die Schulstraße und die Alte Berliner Straße in der Altstadt. In den Ortsteilen „blitzte“ es besonders häufig in Dörgenhausen auf der Wittichenauer Straße sowie in Bröthen/Michalken auf der Dresdener und der Neuen Straße. Außerorts waren die von Wildwechsel gefährdete B 97 Richtung Bernsdorf und die B 96 Richtung Lauta die Schwerpunkte.

Wo wurden am häufigsten Überschreitungen festgestellt?
Besonders häufig wurde von den Fahrzeugführern die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h in der Hufelandstraße, der Röntgenstraße und der Straße Am Elsterbogen überschritten. Dort waren etwa fünf Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Viele Überschreitungen gab es auch in der Kirchstraße (6 Prozent) und der Friedrichsstraße (10 Prozent), auf denen Tempo 20 gilt. Mit zehn Prozent Überschreitungen ist der Waldesruhweg Spitzenreiter bei den Außerortsstraßen. Auf hohem Niveau liegt auch die B 97 Richtung Bernsdorf, wo reichlich fünf Prozent aller Fahrzeuge zu schnell waren.

Wie schnell fuhr der schlimmste Raser und wo wurde er ertappt?
Ein Fahrzeugführer war auf der B 97 bei zulässigen 100 km/h mit 164 km/h unterwegs. Angaben zur höchsten Überschreitung bei den stationären Blitzern können von der Stadt nicht gemacht werden.

Ist es gelungen, auch ausländische Raser zur Kasse zu bitten?
In Einzelfällen gelang es der Stadt, ausländische Fahrzeugführer zur Rechenschaft zu ziehen. In diesem Zusammenhang wurde die rechtliche Möglichkeit genutzt, Halterdaten über die zentrale polnische Kfz-Zulassungsstelle zu ermitteln.

Gibt es Hinweise, dass die Kontrollen bei Rasern Wirkung zeigen?
Insbesondere an den stationären Messstandorten kann man feststellen, dass diese Wirkung gezeigt haben. So ist die Anzahl der Überschreitungen sowohl in der Wittichenauer wie auch der Dresdener Straße mit Installation der Geschwindigkeitsmesstechnik zurückgegangen. Die „Säule“ am Wasserturm hat 2012 rund 400- mal weniger als im Jahr zuvor geblitzt.

Gab es auch Kontrollen, die aus Hinweisen von Bürgern resultierten?
Auch Bürgerhinweisen wird nachgegangen. So gab es Anregungen zu Kontrollen zum Beispiel auf der Neuen Straße, in der Bebelstraße und im Waldesruhweg, letzterer stellt ja eine wichtige Verbindung für Radfahrer dar. Auch die Verbindungsstraße zwischen Bröthen und Schwarzkollm wurde durch die Bürger genannt.



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