Das Palliativteam Lausitz hört auf


von Tageblatt-Redaktion

Das Palliativteam Lausitz hört auf
Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Die medizinische Heimversorgung sterbenskranker Menschen, deren Hausärzte dafür nicht die Ausbildung oder Kapazität haben, muss für die Städte Hoyerswerda, Wittichenau, Lauta und Bernsdorf sowie die Gemeinden Oßling, Lohsa, Spreetal und Elsterheide neu geregelt werden. Der von hiesigen Ärzten getragene Verein Palliativteam Lausitz hat zum Ende des Monats den entsprechenden Vertrag mit den Krankenkassen gekündigt.

Nachdem Dr. Christine Winkelmann 2020 in den Ruhestand gegangen ist, teilen sich aktuell noch vier Ärzte die entsprechenden Bereitschaftsdienste. Der Hoyerswerdaer Mediziner Dr. Marcus Meixner sagt, das sei so zuzüglich zum normalen Praxisalltag und zum pandemiebedingt noch einmal erhöhten Arbeitsaufwand einfach nicht mehr zu schaffen. Es sei auch nicht gelungen, andere Kollegen ins Boot zu holen.

Das Palliativteam Lausitz war 2010 gegründet worden. Nach zwei Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit gab es einen Versorgungsvertrag mit den zuständigen Krankenkassen. Die federführende AOK sagt, man sei gemeinsam mit den anderen Kassen dringend an einer stabilen Lösung interessiert. Aktuell könnten jedoch keine Aussagen über die Anschlussversorgung getroffen werden. Platzhirsch in der Region ist die SAPV Plus gGmbH aus Dresden. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Sabine Nath schrieb am

Ich verstehe die Entscheidung, finde es allerdings sehr traurig, da das Palliativteam Lausitz sehr gute und einfühlsame Arbeit geleistet hat und das Leid der sterbenskranken Patienten und ihrer Angehörigen somit erträglicher gemacht hat. Ich wünsche den Ärzten und Schwestern des Teams alles Gute und für alle anderen hoffe ich, wir benötigen nie die Palliativmedizin!

Gerd Döring schrieb am

Herzlichen Dank für die sehr gute geleistete Arbeit. Es ist sehr schade, wenn so ein eingespieltes Team nicht wirksam ist.

Johannes Petschick schrieb am

Sehr schade, ich habe hervorragende Hilfe 2016/2017 von diesem Team beim Ende des Weges meiner Frau erhalten.

Veronika Haensch schrieb am

Es macht mich sehr traurig, dass es das Team nicht mehr gibt. Uns wurde 2018 sehr geholfen, als es meinem Mann immer schlechter ging. Das Team war wirklich super. Vielen Dank!

Martin Mickel schrieb am

Herzlichen Dank an das gesamte Palliativteam. Nicht nur, dass Sie den Sterbenden und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite standen, auch uns ehrenamtlichen Hospizhelfern waren Sie immer eine große Stütze, Danke

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