Covid-19: Medizinisches Personal im Dauereinsatz


von Tageblatt-Redaktion

Covid-19: Medizinisches Personal im Dauereinsatz
Foto: Klinikum Niederlausitz / Kristin Dolk

Hoyerswerda. „Die Lage ist ernst“, heißt es vom Klinikum Niederlausitz zur Veröffentlichung unter anderem dieses Bildes. Es zeigt die Bauchlagerung eines beatmeten Covid-19-Patienten in Senftenberg. Dort versorgt man 35 Betroffene – eine dritte Spezialstation geht gerade in Betrieb. Und wie in vielen Krankenhäusern ist es eng mit dem Personal: Einer Mitteilung zufolge wird teilweise acht Tage und mehr am Stück durchgearbeitet – also ohne Wochenende.

Im Kreis Bautzen liegen 184 Betroffene in Krankenhäusern, davon 91 von außerhalb des Kreisgebietes. Das Landratsamt meldet indessen fünf weitere Personen, die an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion verstorben sind, was in der Statistik die Zahl der Todesfälle seit März auf 55 erhöht. 191 Neuinfektionen und 158 Genesungen eingerechnet, gelten im Kreisgebiet momentan 2.109 Personen als infiziert beziehungsweise infektiös. Hier die Zahlen für die Stadtregion Hoyerswerda (in Klammern die Veränderungen zum Donnerstag):

Hoyerswerda 201 (-8)

Lohsa 94 (+21)

Wittichenau 65 (-16)

Bernsdorf 41 (-3)

Lauta 33 (-1)

Königswartha 27 (-5)

Elsterheide 19 (+1)

Oßling 18 (-2)

Spreetal 6 (+1) –red-

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Kommentare zum Artikel:

Corinna Weniger schrieb am

Da als erstes Wort im Beitrag "Hoyerswerda" steht, ist es ein klein wenig verwirrend, aber die Kliniklage wird sich wohl im Vergleich Hoyerswerda/Senftenberg nicht großartig ändern!
Es ist wie es ist. Es ist hart und dennoch gehen wir tagtäglich zur Arbeit und tragen 8 teilweise mehr Stunden Schutzkleidung und geben unser Bestes.
Um so weniger verstehe ich die Menschen, die ihre Mund-NASEN-Maske beim Einkaufen nicht korrekt tragen! Was sind bitte die paar Minuten gegen einen Aufenthalt auf Intensivstation?!

Frank Jerratsch schrieb am

Dem kann ich nur zustimmen. Wenn die Personen darauf angesprochen werden, bekommt man teilweise noch einen blöden Kommentar oder es gibt überhaupt keine Reaktion.

Angelika Müller schrieb am

Wie recht Sie haben, Frau Weninger! Es ist unverständlich, wieviele Menschen leichtsinnig mit ihrer und anderer Gesundheit umgehen. Da es aber keine Kontrollen gibt, wird sich leider nicht viel ändern.

Daniel Müller schrieb am

Sehr geehrte Frau Weniger, sogar hier sieht man es anhand der Klickzahlen auf die einzelnen Meldungen das z.B. "Tödlicher Verkehrsunfall in Burghammer" und "Wer hat im Irish Pub "Black Raven" Feuer gelegt?", dass diese mehr gelesen werden als eine Info zu Covid-19. Am Anfang des Jahres, als das alles los ging, sah man in den Medien zahlreiche Videos von Beifall-klatschenden Menschen für dar 24/7 arbeitende Medizinpersonal. Und jetzt? Liest man so etwas. Unsere Regierung hat in meinen Augen total versagt. Immer noch zu wenig richtige Schutzausrüstung in Kliniken und Pflegeheimen, immer noch zu wenig Kontrollen in Pflegeheimen. Denn wie kann es den sein, dass die letzten Tage und Wochen so viele neu infizierte gerade in solchen Einrichtungen sind?
Frau Weniger, so wie ich das aus ihrem Kommentar lese, sind sie eine der HELDIN, die in ihrem Job alles möglich macht um Leben zu retten und zu pflegen.

Hiermit meinen aufrichtigen RESPEKT an Sie und ihren Kollegen, ich danke Ihnen!

Wenn das schon kein anderer macht, tue ich es.

DANKE!

Wolfgang Heiland schrieb am

Sehr geehrter Herr Müller,
dass andere Nachrichten häufiger angeklickt werden liegt wohl eher daran, dass das Thema Corona allgegenwärtig ist. Auch ich lese nicht jede Meldung darüber. Ich versuche ganz bewusst, auf dieses Thema nicht allzu oft zu reagieren. Ich halte mich an die Hygienevorschriften und versuche, das Leben möglichst normal in diesen Zeiten zu bewältigen. Diese Nachrichtenflut über Corona ist sicherlich nicht gesund für die Psyche und bekannterweise führt eine Übersättigung wohl eher zu Desinteresse. Manchmal ist weniger mehr.

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