Bühne frei für Aschenputtel


von Tageblatt-Redaktion

Im Aschenputtel spielt auch ein Bär mit. Die Nebenrolle ist mit KulturFabrik-Chef Jens-Uwe Röhl besetzt. Erika Lukschanderl legt Hand an die Maske.
Im Aschenputtel spielt auch ein Bär mit. Die Nebenrolle ist mit KulturFabrik-Chef Jens-Uwe Röhl besetzt. Erika Lukschanderl legt Hand an die Maske.

Noch zehn Minuten bis zum Beginn der Vorstellung“, kommt von Bühnentechniker Matthias Döring via Lautsprecher die Info für alle Mitwirkenden des Weihnachtsmärchens „Aschenputtel“. Und der Hinweis, dass „alle Schauspieler für ihre Requisiten selbst verantwortlich sind“.
Im Bühnenvorraum ist die Stimmung unter den zehn Darstellern entspannt. Man klatscht sich ab, wünscht sich Glück. Vor dem Inspizientenpult steht Bernd Zobel. Blickt der Technische Leiter mit Döring auf den Monitor, auf dem man sehen kann, wie sich die Lausitzhalle füllt. Viel zu langsam. „Die Leute kommen meist immer auf den letzten Drücker“, so seine Erfahrungswerte. Dabei ist die erste von insgesamt vier Vorstellungen nicht einmal ausverkauft. Von den 800 Plätzen bleiben rund 100 frei.

„Ihr seid gleich dran“,
flüstert Döring einem Mädchen zu, welches sich in eine Blume verwandelt hat. Die Ballettgruppe hat ihren Auftritt. Es geht los. Zobel ist mit Döring, Tontechniker Torsten Rothe sowie Beleuchtungsmeister Klaus Wichmann für den Ablauf der Veranstaltung verantwortlich. Auf der Bühne wird nun gefochten. Wenig später kommt Torsten Hauser, der den Prinzen spielt, am Pult vorbei, entschuldigt sich dort bei seinem Fechtpartner: „Die Klinge ist mir ausgerutscht, wollte dein Knie nicht treffen.“

Der Brandschutz ist
eingetroffen, erkundigt sich, wo die „Löschaggregate“ stehen. Der Feuerwehrmann wundert sich: „Sind ja schon Leute da, habt ihr heute nicht Probe?“ Applaus ist zu hören. Auf der Bühne geht das Licht aus. Im Dunkeln senkt sich der Vorhang. Ein neues Bühnenbild. Zobel zieht an Stricken an der Wand. Ein Bühnenwagen wird nach vorne gezogen. „Die Tauben sind dran“, ruft Döring. Die Ballettmädchen huschen auf die Bühne. Döring schaut auf seinen Ablaufplan. „Man muss das Stück im Geiste mitspielen“, so der Bühnentechniker. Um am Pult die richtigen Sticker zu bewegen. „Vorsicht, der Wald kommt jetzt runter“, gibt er das Zeichen für die nächste Szene.

Der Bär, gespielt
von Jens-Uwe Röhl, watschelt in die Szene. Bernd Zobel wundert sich nun. „Ist der schon immer aus dieser Gasse gekommen“, will er von Döring wissen. Achselzucken. Zwischen zwei Vorhängen wartet der Prinz. 40 Mitwirkende hat das Märchen. Auf den Einsatz wartet man im Vorraum oder gleich hinter dem Bühnenvorhang. Zobel und Döring schauen auf den Monitor. Lachen. „Jetzt kommt die Pilzwerkstatt“. Nach 80 Minuten stehen alle zum Schlussbild auf der Bühne, vom Weihnachtsmann gibt es Geschenke fürs Publikum. „Ist doch wieder alles gut gegangen“, meint Zobel. Bei Aschenputtel übrigens auch. Die bekommt, na klar, am Schluss ihren Traumprinzen.

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