Britische Virus-Variante im Kreis Bautzen vermutet


von Tageblatt-Redaktion

Britische Virus-Variante im Kreis Bautzen vermutet
Grafik: Pixabay

Hoyerswerda. Das Landratsamt Bautzen meldet 22 Verdachtsfälle auf Infektionen mit der sogenannten britischen Mutation der Sars-CoV-2-Viren. Das Ganze beruhe auf sogenannten Schmelzpunktanalysen, während eine ordentliche Genom-Sequenzierung momentan wegen knapper Labor-Kapazitäten und ungeklärter Finanzierung nicht vorliege. Die B.1.1.7.-Mutation gilt als ansteckender und verbreitet sich daher rascher als der Viren-Wildtyp.

Insgesamt sind bei der Kreisverwaltung in den letzten Stunden 47 Sars-CoV-2-Neuansteckungen registriert worden. Eine andauernde Infektion ist für 347 Personen vermerkt. Erneut sind nach dem Abgleich mit den üblichen Melderegister- beziehungsweise Sterbedaten bisher nicht erfasste Todesfälle festgestellt worden. Die seit vorigem März geführte Statistik erhöht sich damit um 47 auf 681 Covid-19-Tote.

Der Wert, der Aufschluss gibt über die auf 100.000 Einwohner gerechneten Sars-CoV-2-Neuinfektionen binnen sieben Tagen, die Inzidenz, liegt bei gegenüber Donnerstag unveränderten 80. Hier sind die Angaben für die Stadtregion – zunächst die Zahl der momentan Infizierten (in Klammern die Veränderung zum Donnerstag) und dahinter die Inzidenz (von Donnerstag*):

Hoyerswerda 46 (+4) - 53

Lohsa 16 (+/-0) - 153

Bernsdorf 12 (+6) - 47

Spreetal 10 (+4) - 108

Lauta 9 (+/-0) - 24

Elsterheide 7 (+/-0) - 58

Wittichenau 7 (+/-0) - 52

Königswartha 4 (+/-0) - 58

Oßling 2 (+1) – 0

*Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen

 

Stand der Impfungen in Sachsen bisher:

Erstimpfung: 190.984 (4,7 % der Bevölkerung)

Zweitimpfung: 87.935 (2,2 % der Bevölkerung) -red-

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Kommentare zum Artikel:

Peter Freilich schrieb am

Hallo und danke, dass Sie in diesem Artikel auch die Zweitimpfung: 87.935 (2,2 % der Bevölkerung) von Sachsen angeben. Sachsen hat 4.071.971 Einwohner*innen, also 2,2%, nach zwei Monaten impfen. Also 30 Monate, um 66% zu erreichen, also gut 3 Jahre, um die 70% voll zumachen, in der Hoffnung, dass sich auch alle impfen lassen, denn wenn ich jetzt noch die abziehe, die sich nicht impfen lassen wollen, (dies ist hier nicht einbezogen) was auch ihr Recht ist, sind 3 Jahre eine lange Zeit. Klar haben Sie zu meinem letzten Post geschrieben, dass wenn mehr Impfstoff da ist, auch mehr geimpft wird, nur abzüglich derer, die dies nicht wollen, ist die Zeit der Durchimpfung doch sehr hoch, denn diese Rechnung geht ja davon aus, das sich alle impfen lassen wollen.

Torsten Weniger schrieb am

Herr Freilich, Ihre Rechnung geht ja von einer linearen Entwicklung aus. Wie wir bei Corona ja aber gelernt haben, besteht das Leben zuweilen aus Kurven. Und so wird sich auch der Impffortschritt rückblickend als exponentiell steigende Kurve darstellen. Es wird mehr Impfstoff geben, es wird nicht mehr nur von Einrichtung zu Einrichtung getingelt und schneller wie wir alle denken, können wir uns beim Hausarzt impfen lassen. Und auch die paar Verschwörungsschwurbeler, die sich nicht impfen lassen wollen und uns freitags neuerdings mit Gehupe aufn Sack gehen, werden nachgeben und ihren Beitrag leisten. Wichtiger ist es, noch ein bisschen durchzuhalten, dann steht auch einem halbwegs normalem Sommer 2021 nichts mehr im Wege.

Peter Freilich schrieb am

Herr Weniger, ja sicher gehe ich von einer linearen Entwicklung aus, da selbst die Wahrscheinlichkeitsrechnung hier nicht helfen wird. Aber Sie sind ja sehr optimistisch mit dem halbwegs normalen Sommer 2021. Ihnen sind schon die Zahlen aus unseren europäischen Nachbarstaaten bekannt, und wie die derzeitige Entwicklung in Deutschland ist? Ganz einfach, die Katze ist im Sack und die dritte Welle wird über uns schwappen, mindestens so wie vor Weihnachten, wenn nicht sogar mehr. Zur Zeit sieht es ruhig aus, aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm.

Silvia Jentsch schrieb am

Es ist traurig, dass es mit dem Impfungen nich schneller geht  Meine Mutter wird im März 85, und ich konnte noch keinen Termin bekommen.

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