Bergener Heimserie ist gerissen - Zeißig trifft kurz vor Schluss


von Tageblatt-Redaktion

Dicht gedrängt standen die Fans in Bergen beim Spitzenspiel der Kreisoberliga. Foto: Werner Müller
Dicht gedrängt standen die Fans in Bergen beim Spitzenspiel der Kreisoberliga. Foto: Werner Müller

 

In der Fußball-Kreisoberliga konnte zudem Wittichenau gewinnen. 1919 verliert nur knapp

LSV Bergen 1  (0)  SV Zeißig 1  (0)
Rund 300 Zuschauer sahen ein intensives und kräftezehrendes Duell. Der LSV Bergen 1990 wollte seine weiße Weste (vier Heimspiele zu null gewonnen) wahren und den Spitzenreiter aus Zeißig früh angreifen. Nach den ersten zehn Minuten kamen die Hausherren gut in die Partie und hatten erste Einschussmöglichkeiten. Die Gäste hatten ebenfalls zwei gute Schusschancen durch Rostam Geso, die allerdings ihr Ziel verfehlten. Die größte Chance in Halbzeit eins hatte Spielertrainer Stefan Koark, der einen Freistoß gefährlich auf das Gästegehäuse zirkelte. Zeißigs Schlussmann Hubertus Zschorlich hielt aber mit einer bärenstarken Parade sein Team im Spiel. Auch David Pohl jubelte zu früh, als er aus angeblicher Abseitsposition für den LSV einschoss. Zeißig sorgte durch Freistöße für Gefahr, die oft durch ungeschickte Fouls der Bergener verursacht wurden. Im zweiten Durchgang kam Bergen stärker aus der Kabine und drückte auf die Führung. Doch Zeißig konterte gefährlich. Rostam Geso scheiterte am Pfosten, als er alleine vor Bergens Schlussmann David Weidauer auftauchte und den besser positionierten Tony Bach übersah. Die 73. Spielminute war angebrochen, als Steffen Kloß blitzschnell schaltete und einen Abpraller vom gut aufgelegten Zschorlich zur Führung verwertete. Auf der Gegenseite bekamen die Gäste einen möglichen Foulelfmeter verweigert. Zeißig steckte nicht auf und kam bei einem langen Freistoß fast zum Ausgleich. Der Pfosten rettete für nun sichtlich wankende Hausherren. Immer wieder foulte Bergen unnötig um den eigenen Strafraum. Die 91. Spielminute war angebrochen, als erneut ein langer Freistoß in den Strafraum segelte und der eingewechselte Sven Nusa sich mit dem 1:1-Endstand bedankte. So bekam Bergen nach 450 Minuten den ersten Gegentreffer im heimischen Stadion.
Zeißig rutscht durch das 1:1 auf Platz zwei und der LSV Bergen ist nun Tabellenvierter. „Die Zuschauer sahen heute ein schönes Spiel mit zwei spielerisch, kämpferisch guten Mannschaften und Chancen auf beiden Seiten“, schätzte Bergens Spielertrainer Stefan Koark ein. „Für uns war es schade, dass wir den Sieg nicht über die Zeit retten konnten. Ich danke allen in meiner Mannschaft für die tolle Teamleistung am heutigen Tag.“
„Das war heute, wie wir alle erwartet haben, ein hochbrisantes Spiel auf sehr hohem Niveau“, sagte Zeißigs Trainer Andreas Schultz. „Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und gestalteten am Ende vom Spielverlauf her das Ergebnis auch gerecht. Zeißig und Bergen hatten genauso viele Chancen im Spiel. Einzig der Schiedsrichter hat beim Spiel mehrere Tore verhindert, sonst wäre das Spiel am Ende 3:3 oder 4:4 ausgegangen. Auf jeden Fall aber geht das Unentschieden für beide Mannschaften in Ordnung.“ (WM)

LSV Bergen 1990 spielte mit: David Weidauer, Kay Pohl (27. Marcel Zwahr), Alexander Marchl, Robby Hiller, Niels Perlitz, Christoph Richter, Stefan Koark, Patrick Scholz (62. Steffen Kloß), David Pohl, Tobias Passeck, Franz Rösner
SV Zeißig spielte mit: Hubertus Zschorlich, Tony Bach, Andreas Kober, Nico Heinecke (74. Sven Nusa), Rene Guroll, David Schumacher, Denny Görner (78. Robert Lange), Tom Tschierske, Ron Schuster (82. Marco Helling), Rostam Geso, Felix Döhl

DJK Blau-Weiß Wittichenau 1  (0) - SV 1910 Rammenau 0  (0)
Mit einer tadellosen Leistung bezwang Wittichenau die spielstarken Gäste. Mann des Tages war dabei Norbert Kubaink, der nicht nur ein super Spiel machte, sondern auch in der 57. Minute das goldene Tor für seine Elf erzielte. In der ersten Halbzeit hätten die Wittichenauer schon drei, vier Tore schießen müssen, dreimal Pfosten und einmal Latte verhinderten aber eine frühzeitige Entscheidung.
In der zweiten Halbzeit kamen die Rammenauer besser ins Spiel und erarbeitete sich auch einige gute Einschussmöglichkeiten, doch DJK-Torhüter Robert Ahrens war immer rechtzeitig zur Stelle. In einer kleinen Drangphase der Gäste kam dann das Tor für Wittichenau. Ein Konter wurde über Martin Sauer mustergültig von Norbert Kubaink vollendet, der sich als Matchwinner erwies. Aber die Gäste aus Rammenau gaben nie auf und versuchten den Ausgleich wieder herzustellen, aber die bärenstarken Adler an diesem Tage konnten den knappen Vorsprung bis zum Ende verteidigen. Die besten Wittichenauer waren Norbert Kubaink, Maik Nicolaidis und Jan Pfennig. „Ich war heute begeistert von der guten Leistung meiner Männer“, freute sich DJK-Trainer Waldemar Adamowicz. „Durch die gute Teamleistung haben wir verdient gewonnen. Schade, dass wir in der ersten Halbzeit etwa fünf Hochkaräter liegen gelassen haben.“ (WM)
DJK Blau- Weiß Wittichenau spielte mit: Robert Ahrens, Frank Hörauf, Alexander Lohan (85. Frank Popella), Marco Groß, Martin Sauer, Marcus Thomas (64. Paul Graf), Mario Korch, Maik Nicolaides, Sebastian Gräfe, Norbert Kubaink, Jan Pfennig

SV Post Germania Bautzen 2  (1) - Hoyerswerdaer SV 1919 1  (0)
Wer das Spiel gesehen hat und die Tabelle nicht kennt, wird sich wundern, dass nach diesem Spieltag der Gastgeber Tabellenführer ist und der HSV 1919 auf dem letzten Platz liegt. Denn: So deutlich waren die Unterschiede auf dem Platz nicht zu sehen. Zwar ging der Favorit in der ersten Halbzeit durch Jiri Krohmer in Führung (7.) und legte nach dem Seitenwechsel durch Jasper Mross nach (66.). Aber in der 2. Halbzeit drängte der HSV, der wieder, personell bedingt, mit einigen Altligaspielern auflief. Das 2:1 durch Christopher Heinze (90.) kam zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Das soll nun am Samstag zu Hause gegen Crostwitz gelingen, um den letzten Platz wieder abzugeben. (red/hl)
HSV 1919 spielte mit: Jens Thiele, Matthias Korch, Martin Manthei (46. Nico Kubaink), Torsten Bierholdt, Max Häfner, Kevin Kratschmer (81. Lieven Trautmann), Haiko Schnippa, Christopher Heinze, Jakob Bramborg, Felix Wenzel, Lars Thiele

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe des vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.

Bitte addieren Sie 2 und 2.