Baubeginn am Bernsdorfer Stadtzentrum


von Tageblatt-Redaktion

Gestern erfolgte der symbolische erste Spatenstich durch Heike Schwan, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Frank Eichstädt (Investor/Bauherr), Evelyn Hahn, Bürgermeister Harry Habel und Robby Schiffel.
Gestern erfolgte der symbolische erste Spatenstich durch Heike Schwan, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Frank Eichstädt, Evelyn Hahn, Bürgermeister Harry Habel und Robby Schiffel.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wurde gestern als Schirmherr des Projektes „Stadtzentrum Bernsdorf“ bezeichnet. Das passte zum Wetter. „Wie oft man einen Schirm braucht, sehen wir heute“, meinte Frank Eichstädt im strömenden Regen. Der Unternehmer aus Doberlug-Kirchhain ist Investor und Bauherr zugleich. Für 4,5 Millionen Euro errichtet er in zwei Bauabschnitten ein Einkaufszentrum, bestehend aus fünf Fachmärkten und mehreren Einzelhandelsgeschäften. Noch in diesem Jahr werden die ersten Märkte eröffnen, darunter einer der modernsten Lidl-Märkte in ganz Deutschland, wie es heißt.

Mehr als zehn Jahre alt ist die Vision von einem Stadtzentrum für Bernsdorf, erinnerte Bürgermeister Harry Habel (CDU) . Vier Millionen Euro sind in das Areal, auf dem einst die „Wanne 2“ von Ankerglas stand, investiert worden, vor allem in Abriss und Altlastensanierung. Dr. Helmut Weidelener, der ehemalige Dresdener Regierungspräsident, gehörte nicht ohne Grund zu den Ehrengästen beim gestrigen ersten Spatenstich für das Stadtzentrum. „Er war derjenige, der das damals maßgeblich unterstützt hat“, meinte Harry Habel und nannte im gleichen Atemzug Dr. Albrecht Buttolo, bis vor kurzem noch Innenminister in Sachsen, der sich seinerzeit als Staatssekretär mächtig für Bernsdorf ins Zeug gelegt hatte.

So sieht Planer Ralf-Peter Ende das künftige Bernsdorfer Stadtzentrum
So sieht Planer Ralf-Peter Ende das künftige Bernsdorfer Stadtzentrum

„Man braucht den Glauben an die Realisierbarkeit eines Projektes. Das zeigt sich hier auf dem Gelände der «Wanne 2»“, freute sich Ministerpräsident Tillich darüber, „dass eine Vision aufgeht“. Besonderen Respekt zollte er den Verantwortlichen in der Stadt Bernsdorf. „Hier beginnt man in einer Phase Projekte zu realisieren, in der manch anderer den Kopf resignierend in den Sand stecken würde.“ Dazu gehört auch ein gewisser Einfallsreichtum, was Stanislaw Tillich mit den Worten deutlich machte: „In Bernsdorf weiß man, wie man ohne Geld baut, und trotzdem etwas schafft.“ Zusammenarbeit im Dauerlauf Dies zudem äußerst schnell, wie Investor Frank Eichstädt wissen ließ. „Wir sind durch dieses Projekt im Dauerlauf gegangen“, verwies er auf die Kürze der Zeit zwischen dem Kennenlernen im März 2009, dem Abschluss des Grundstückskaufvertrages im November und dem Erhalt der Baugenehmigung in der vergangenen Woche. Er lobte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft, unter deren Regie das „Wanne 2“-Gelände für eine neue Bebauung hergerichtet und vermarktet wurde.

Bürgermeister Habel reichte dieses Lob weiter, unter anderem auch an Heike Schwan vom Bauaufsichtsamt beim Landratsamt Bautzen als „eine von denjenigen, die nicht verhindern, sondern nach Möglichkeiten suchen, wie sich etwas schnell realisieren lässt“.

Das wünschen sich alle Beteiligten auch für die weitere Entwicklung des Stadtzentrums. Planer Ralf-Peter Ende und Investor haben dafür auch sehr konkrete Vorstellungen. So sprach Frank Eichstädt gestern von einem Investitionsvolumen von etwa fünf Millionen Euro für ein Pflegeheim. „Einen Interessenten dafür gibt es.“ Zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro, so ergänzte er, würde der Bau eines Rathauses kosten. Das ist allerdings derzeit noch eine Vision.

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