Bald mehr Solarstrom aus Sabrodt


von Tageblatt-Redaktion

Das ist ein Teil des Solarparks auf dem Gelände des ehemaligen Wohnlagers II in Sabrodt. Seit September ist er am Netz
Das ist ein Teil des Solarparks auf dem Gelände des ehemaligen Wohnlagers II in Sabrodt. Seit September ist er am Netz

Seit September ist die knapp 10-Hektar-Solaranlage mit rund 20 000 Modulen am ehemaligen Wohnlager II in Sabrodt am Netz. 5,2 Megawatt Leistung hat sie, damit können 1 500 Durchschnittshaushalte im Jahr mit Strom versorgt werden. Der Träger und Betreiber des Parks, die „Saferay Fünfte Solar GmbH“, eine Tochter der Berliner Saferay Holding GmbH, möchte die Anlage erweitern und auf weiteren zirka sieben Hektar Solarmodule errichten. Diese Anlage mit 17 000 bis 18 000 Modulen würde eine Leistung von 4,5 Megawatt bringen, sagte Dr. Michael Merz, Geschäftsführer der Betreiberfirma. Er war mit dem Dresdner Planer Torsten Schreckenbach Gast der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Elsterheide, wo der 3. Entwurf des entsprechenden Bebauungsplanes beschlossen wurde.
Als der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan im Januar 2011 gefasst wurde, war die inzwischen insolvente BUL Sachsen GmbH noch Vorhabensträger, damals auch Grundstückseigentümerin. Aus formalen Gründen wurde die zu bebauende Fläche zweigeteilt, so dass zunächst nur für den 1. Teilabschnitt, die eingangs genannten knapp zehn Hektar, Baurecht geschaffen wurde. Aus der BUL-Insolvenzmasse wurde die Fläche damals herausgekauft. Die mit einer Recyclinganlage ebenfalls am früheren Wohnlager ansässige Firma NSG Sanierungsgesellschaft in der Niederlausitz mbH hat im Auftrag von Saferay zunächst alte Gebäude abgerissen und Betonflächen entsiegelt, bevor die Solarmodule errichtet wurden. Ausgleichsmaßnahmen seien deshalb nicht in dem Umfang notwendig gewesen, so Dr. Merz weiter: Ein Teich, Wurzelstöcke, Eidechsenburgen und Vogelquartiere hat Saferay bereits einrichten lassen. Ein 300 bis 400 Quadratmeter großer Heckenstreifen wird noch gepflanzt, entweder noch in diesem oder im nächsten Jahr. Wann es losgeht, hängt davon ab, ob im Zuge des B-Planverfahrens noch weitere Ausgleichsforderungen gestellt werden.
Mit einer Leistung von rund zehn Megawatt erreicht der Solarpark die laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zulässige Höchstgrenze, gemessen an der Flächengröße.
Sitz und Geschäftsort will der Solaranlagen-Betreiber nach Aussage von Michael Merz in die Elsterheide verlegen. Am Standort des Recyclinghofes solle es ein Büro geben, so dass die Gewerbesteuern an die Elsterheide fließen.
Die Saferay Holding GmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das in der Lausitz bereits seine Spuren hinterlassen hat. So hat die Firma die 80-Megawatt-Anlage Solarpark Senftenberg II und III im ehemaligen Tagebau Meuro errichtet und fungiert auch als Betreiber; aktuell lässt Saferay auf einer früheren Kippenfläche in Schwarzheide einen 10-Megawatt-Solarpark bauen.

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