Bahn AG plant an Bahnhofs-Umbauten

Dienstag, 29. Oktober 2019

Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. 3,5 Millionen Euro hat die Bahn AG nach Angaben der Stadt mittelfristig für Umbauten eingeplant, die das barrierefreie Erreichen der Bahnsteige am Bahnhof ermöglichen sollen. Wie es in einer Information von Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) an die Stadträte heißt, bleibe es bei der Terminkette, die Heiko Klaffenbach von der DB Station & Service AG vor einem Jahr im Stadtrat vorgestellt hatte.

Demnach ist bereits eine Vorplanung in Auftrag gegeben worden. Es gehe dabei unter anderem um Untersuchungen für neue Tunnelbauwerke, für Aufzugs- oder Rampenlösungen sowie für Anpassungen an den Bahnsteigen. Nach wie vor sei mit einem Baubeginn frühestens 2023 zu rechnen. Skoras Informationen beruhen auf einem Treffen, das laut Rathaus unlängst auf Initiative von Heiko Klaffenbach zustande gekommen ist. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Kommentar von Enrico Meyer |

Hallo, das Thema Schallschutz scheint ja überhaupt kein Thema zu sein. Nachdem der Stadtrat verschlafen hat, den Schallschutz, im Zuge der Sanierung/ Ausbau der Schienen zu beantragen, scheint sprichwörtlich bei diesem Thema der Zug abgefahren zu sein und die Anwohner bleiben wieder einmal im Lärm sitzen. Wenn ich mir andere Ortschaften so ansehe, waren da wohl einige Stadträte und Ortsvorsteher cleverer. Man kann auch sagen: sehr Bürgernah.

MfG E. Meyer

Kommentar von Mirko Kolodziej |

Hallo Herr Meyer, im Juni des vergangenen Jahres war zu diesem Thema Falk Hebenstreit von der Bahn-Tochter DB Netz AG in den Stadtrat eingeladen. In der Berichterstattung des Hoyerswerdaer Tageblattes hieß es hinterher, es habe während seines Vortrags immer wieder Interventionen der Räte gegeben. Grund: sie waren unzufrieden. Zitat aus der Zeitung: " Im Grunde sagte Hebenstreit nichts anderes, als schon Ende Mai der TAGEBLATT-Artikel "Kein Anspruch auf Schutz vor Bahnlärm" gesagt hatte: Da das Stadtgebiet von Hoyerswerda außerhalb des Ausbaubereichs der Niederschlesischen Magistrale zwischen Knappenrode und der polnischen Grenze liegt, gibt es für Lärmvorsorge weder einen gesetzlich vorgeschriebenen Grund noch die nötigen Finanzen. Und auf die freiwillige Lärmsanierung des Bundes kann die Stadt lediglich hoffen." Mirko Kolodziej, Redaktion

Kommentar von Enrico Meyer |

Es ist ja nicht so wie bei den Straßen, dass es viele Nebenstraßen gibt. Wenn ich nicht falsch liege, dann befinden sich Litschen und Lauta an dieser Schienenanbindung. Warum wurde dort ein immenser Schallschutz gebaut?

Kommentar von Mirko Kolodziej |

Hallo Herr Meyer, nicht durch die Bahn im Zusammenhang mit dem Ausbau der Niederschlesischen Magistrale, sondern über den freiwilligen sogenannten Lärmaktionsplan des Bundes sind seit 2005 in Hoyerswerda bei 176 Haushalten Lärmschutzfenster ein- sowie im Bereich Schwarzkollm-Lauta die 1.800 Meter Lärmschutzwand aufgebaut worden. Die Lärmschutzwände im Bereich Lohsa dagegen waren aufrund der Schaffung des zweiten Gleises und der Elektrifizierung durch die Bahn gesetzlich vorgeschrieben. Die Regeln dafür sind relativ kompliziert. Einen Überblick gibt es auf https://www1.deutschebahn.com/laerm/ Mirko Kolodziej, Redaktion

Kommentar von Enrico Meyer |

Hallo Herr Kolodziej, die Bahn ist doch ein staatliches Unternehmen, oder? Deswegen ist es immer richtig lustig, wenn man sieht, wenn es um ein Anliegen aus der Bevölkerung geht irgendwelche Schlupflöcher sucht, um Geld zu sparen. Wir finanzieren dieses Unternehmen mit einem erheblichen Teil und es geht hier nicht um Luxus. Es ist ja bekannt, das Krach krank macht und ich finde es unverantwortlich, die Planungen ohne den Schallschutz überhaupt zu genehmigen. Wenn Züge durch Ortschaften fahren, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, die Bürger entsprechend zu schützen. In Hoyerswerda, wo einige direkt an der Schiene leben, ist der Lärm schon extrem, gerade in der Nacht. Ich wohne in der Bebelstr. Und höre die Züge in der Nacht und finde es sehr störend.

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