Auswärtssieg des LHV Hoyerswerda in Görlitz war ein schweres Stück Arbeit


von Tageblatt-Redaktion

Lukas Baase, hier am Ball in einem früheren Heimspiel, traf in Görlitz fünf Mal.
Lukas Baase, hier am Ball in einem früheren Heimspiel, traf in Görlitz fünf Mal.

Handball-Sachsenliga Herren: Nach dem 32:26-Sieg in Görlitz kommt am Sonnabend für den LHV Hoyerswerda eine erste Stunde der Wahrheit gegen den Spitzenreiter Plauen.

Hoyerswerda setzte sich am späten Sonntagnachmittag an der Neiße durch und bleibt somit vor dem Topspiel, siehe Artikel-Ende, ungeschlagen. Doch bevor die Spieler diesen Sieg bejubeln konnten, mussten sie eine Menge Arbeit vollbringen.

In den ersten Minuten kamen die Hoyerswerdaer Männer von Trainer Conni Böhme schwer in das Spiel, denn man musste sich erst auf die Görlitzer Mannschaft sowie auf die Schiedsrichter einstellen. So stand es nach zehn Minuten 3:5 aus Sicht der Zuse-Städter und der in den letzten Wochen fast zur Gewohnheit gewordene Blitzstart blieb diesmal aus. Conni Böhme musste eine Auszeit nehmen, da sich sein Team immer wieder auch durch die Entscheidungen der Schiedsrichter irritieren ließ und weiterhin nicht den richtigen Rhythmus gegen die Görlitzer fand.

Die deutliche Ansprache sollte vor allem bezwecken, dass man sich nicht weiter auf die Schiedsrichterentscheidungen konzentriert, sondern ausschließlich auf das eigene Spiel. In der Folge nahm der LHV den Kampf gegen einen gut spielenden Gastgeber besser an und das merkte man nun auch am Ergebnis. Nach 25 Minuten schien es, als hätten die Elsterstädter die schwierige Phase überwunden und führten nun mit 13:12. Bis zur Pause konnte dieser Vorsprung noch ein wenig ausgebaut werden und es ging mit 16:14 in die Kabine.

Kaum war die Pause vorbei, stand es aber bereits 16:16; der Vorsprung war wieder dahin und es wurde ein sehr hart geführtes und spannendes Spiel, bei dem sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit sollte sich dieses Bild nicht ändern. Eine Mannschaft legte vor und die andere zog direkt nach. Dann brachte Conni Böhme den in der ersten Halbzeit unglücklich agierenden Eric Zeithamel wieder ins Tor und dieser vernagelte sprichwörtlich den LHV-Kasten. In den letzten zehn Minuten wurde er, in Verbindung mit der deutlich besser werdenden Abwehr, zur fast unüberwindlichen Hürde für die Görlitzer. Egal, ob sie es per Konter, aus dem Rückraum oder gar per Siebenmeter versuchten – der LHV-Torhüter blieb der Sieger. In den letzten Minuten war die Gegenwehr der Neißestädter gebrochen. Auch der konditionelle Vorteil der Gäste aus Hoyerswerda wurde immer deutlicher, und so konnten sie das Ergebnis noch ein wenig nach oben schrauben, sodass am Ende ein hart erkämpfter und wichtiger Sieg mit 32:26 steht.

Trainer Conni Böhme resümierte: „Gegen ein gutes Team aus Görlitz haben wir mit einer kämpferischen Mannschaftsleistung zwei wichtige Punkte geholt.“ Ähnlich sah’s sein Spieler Ringo Schäfer: „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Wir hatten es heute nicht leicht, unseren Rhythmus zu finden, was an einem guten Gegner, aber auch an unseren eigenen Fehlern lag. Unser Spiel im Angriff war meist zu statisch und in der Abwehr haben wir die richtige Abstimmung erst in der zweiten Halbzeit gefunden. Nichtsdestotrotz hat man gesehen, dass die Truppe auch solche Spiele positiv für sich gestalten kann und somit liegen wir weiter auf Kurs.“

Nach diesem harten Spiel, das mit einigen Blessuren verbunden war, heißt es nun, in der Trainingswoche vor dem Topspiel gegen Plauen-Oberlosa Wunden lecken und wieder fit werden. Am jetzigen Sonnabend, dem 22. November, ertönt um 17 Uhr in der Halle des BSZ an der Hoyerswerdaer Käthe-Kollwitz-Straße 5 der Anpfiff zur Partie gegen Tabellenführer Plauen-Oberlosa (14:0 Punkte). Nach diesem Kampf sollte Hoyerswerda (zurzeit 13:1) ganz oben stehen.

LHV Hoyerswerda: Max Kastner, Jonas Kossow, Eric Zeithamel – Ben Krahl, Lukasz Stodtko (5 Tore), Tobias Sieber (3), Lukas Baase (5), Christian Herzer, René Schubert (4), Robert Devantier (1), Ronny Eckert, Michal Naimann (7/4), Malik Reimann (2) und Alexander Canbek (5)

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