Aus der S-Bahn wird ein Regionalexpress


von Tageblatt-Redaktion

Aus der S-Bahn wird ein Regionalexpress
Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Acht Jahre nach der Einbeziehung der Zugverbindung von und nach Leipzig in das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz wird sie am Jahresende wieder daraus gelöst. Ab dem Fahrplanwechsel sind auf der Strecke nicht mehr die grün-silbernen Züge unterwegs, sondern wieder die roten Fahrzeuge der Deutschen Bahn.

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig bestätigt, dass zwischen Hoyerswerda und Leipzig ein Regionalexpress eingesetzt werden soll. An der Anzahl der Zugpaare ändere sich nichts. Allerdings ist der RE 11 etwa zehn Minuten schneller, da er, anders als die S-Bahn, unterwegs in vielen kleineren Orten nicht hält.

Jedoch wird Ein-und Aussteigen unter dem Leipziger Markt nicht mehr möglich sein, denn Start- und Endpunkt des RE 11 ist der Hauptbahnhof. Die S 4 fährt dann nur noch von bzw. nach Torgau beziehungsweise Falkenberg. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Reinhard Ständer schrieb am

Eine gute Nachricht: Am Fahrkomfort ändert sich wahrscheinlich nichts, aber man ist 10 Minuten früher in Leipzig. Hin und zurück immerhin 20 Minuten schneller.

Daniel König schrieb am

Naja, die 10 Minuten Ersparnis machen den Kohl auch nicht fett, das ging in der Geschichte schon mal deutlich schneller. Ich persönlich begrüße aber die vorzeitige Umsetzung, muss man nur noch sehen, wie das mit der Flügelung in Falkenberg klappt, besonders bei Verspätungen. Auch, wenn man nicht mehr am Markt direkt aussteigen kann, so kommt man doch immerhin im Hauptbahnhof oben an, was auch das Umsteigen erleichtert. Als Fahrzeuge sollen Triebzüge des Typ Siemens Mireo zum Einsatz kommen. Insgesamt sehe ich das positiver als eine S-Bahn.

Rita Hertel schrieb am

Ich sehe es nicht als „gute Nachricht“, Herr Ständer. Ich werde dann länger unterwegs sein, da der Zug am Hauptbahnhof endet und ich nicht, wie gewohnt, weiter zu einem anderen Leipziger Bahnhof fahren kann. Ich muss also am Hbf. oder in Falkenberg/Torgau umsteigen.

Außerdem, wenn der RE 11 in vielen kleineren Orten nicht mehr hält, wird die Mobilität der Einwohner dieser Ortschaften weiter eingeschränkt.

Die Züge der S-Bahn Mitteldeutschland haben einen hohen Komfort, ich bezweifle den bei den Zügen der DB.

Und, wie Herr König schreibt „… die 10 Minuten Ersparnis machen den Kohl auch nicht fett …“.

Mirko Kolodziej schrieb am

Hallo, Frau Hertel, in einem Punkt liegt - glaube ich - ein Missverständnis vor, nämlich was die kleinen Orte betrifft. Die S 4 fährt ja weiterhin - und hält auch überall, nur eben lediglich auf den Strecken bis Torgau bzw. Falkenberg. Die S 4 behält ihre Grundfunktion also bei - und ist schon heute genau genommen darüber hinaus, also auf dem Stück nach Hoyerswerda, eine Regionalbahn. Das heißt: Im Leipziger Raum hält sie öfter als im Hoyerswerdaer Raum. Das ist etwas verwirrend, hat aber vom Ansatz her mit der Bestellung des ÖPNV durch die für verschiedene Gebiete zuständigen Verkehrsverbünde zu tun. Mirko Kolodziej, Redaktion

Daniel König schrieb am

Kleiner Nachtrag dazu. Ab Falkenberg bis Hoyerswerda wird der RE auch eher den Charakter einer Regionalbahn, bzw. gar der S-Bahn, haben und an jeder Milchkanne halten. Zwischen Falkenberg und Leipzig verkehrt ebenso weiterhin die S4, die auch überall halten wird. Soweit ich verstanden habe, zwischen Leipzig und Falkenberg stündlich und ab Torgau sogar alle 30 Minuten. Ich glaube auch, dass es eher der Masse entgegenkommt, im Hauptbahnhof zu enden und dort, wie bereits gesagt, sogar oben, als den langen Weg von unten nach oben nutzen zu müssen. Für diejenigen, die weiter wollen ist es natürlich ärgerlich, aber irgendwer bleibt halt immer auf der Strecke, man kann es nun mal nicht jeden recht machen, nein, auch nicht billig. ;-)

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