Alkohol-Verbot jetzt mit juristischer Grundlage

Dienstag, 29. Oktober 2019

Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Solche Schilder, die die Stadt vor drei Jahren mehr oder weniger zur Abschreckung am Lipezker Platz aufgehängt hat, hatten nicht das vom Rathaus erwünschte Resultat. Nun wird die Gangart verschärft. Mit Wirkung vom Freitag tritt eine Verordnung in Kraft, die den Konsum von Alkohol rund ums Treff-8-Center montags bis samstags zwischen 10 Uhr und 22 Uhr bei Strafandrohung untersagt. Bisher fehlte nämlich die rechtliche Grundlage, um den Akoholkonsum auch durchsetzen zu können. Die zunächst auf ein Jahr befristete Verordnung soll diese Basis nun gewährleisten.

Der Stadtrat billigte die Verordnung am Abend gegen die Stimmen von Lutz Tantau (Freie Wähler) und André Koch (Linke) sowie bei Enthaltung durch Christian Rößler (Aktives Hoyerswerda). Angedroht sind bei Zuwiderhandlung Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro. Zuletzt hatten sich Händler aus dem Treff 8 sowie Kunden per Brief beim Rathaus über Alkoholkonsum am Center beschwert.

Anlass war eine von einem unter Alkohol stehenden Mann am 30. Juli an einem Zechkumpan verübte Körperverletzung. Die Rede ist von einer mit einer zerschlagenen Bierflasche zugefügten Schnittwunde. Das Opfer hatte sich zuvor wohl beschwert, weil der Täter in der Öffentlichkeit uriniert hatte. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Kommentar von Manfred Scheffler |

Verbote sind leider nichts gegen einen normalen Menschenverstand !? Da sind sicher einige Fragen zur Erziehung und persönlichen Einstellung von Versäumnissen in der Erziehung zu stellen. Wer soll denn diese dauerhafte Einhaltung dieser neuerlichen Schilder gewährleisten ? Verbotsschilder und Verkehrsampeln gibt es ohnehin in dieser Stadt sehr sehr reichlich - sehr oft unangemessen- teilweise reine Geldverschwendung.  Von einer Außenwirkung von Ordnungsamt und Polizei innerhalb der Grenzen der Stadt kann wohl ohnehin nicht ausgegangen werden.  Alles leider sehr traurig und von den zuständigen Politikern können wohl die Probleme dieser Stadt in der heutigen Zeit wohl nur noch durch Verbote gelöst werden. Mangels interessanter notwendiger Angebote in einer zu geringen Angeboten in einer guten Jugendarbeit.
MfG. M.Sch

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