Hoyerswerda erlaubt draußen längere Schankzeiten


von Tageblatt-Redaktion

Hoyerswerda erlaubt draußen längere Schankzeiten
Foto: KulturFabrik / Dirk Lienig

Hoyerswerda. Ein Bier trinken durfte man in Hoyerswerda auf Freisitzen und in Biergärten (hier 2019 der Sommergarten der KulturFabrik am Bürgerzentrum) aktuell bis 22 Uhr. Ab sofort geht das sonntags bis donnerstags bis 23 Uhr, freitags und samstags sogar bis Mitternacht.

Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) sagt, Gastronomen könnten jetzt entsprechende Anträge auf Änderung der Bescheide zur Festsetzung der Öffnungszeiten stellen, die dann unkompliziert bewilligt würden:

Wir stehen als Stadtspitze dafür, die Stadt mehr beleben zu wollen.

Allerdings: Die Nachtruhe bleibt, wie sie ist. Nach zehn Uhr abends darf also nach wie vor kein Lärm mehr gemacht werden. Insbesondere Altstadt-Gastronomen hatten im Zusammenhang mit dem „Boulevard"-Projekt bemängelt, dass sie ihre Kundschaft zu zeitig heimschicken müssten. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Rita Hertel schrieb am

Ich sehe hier einen Widerspruch!

Im ersten Absatz wird erklärt, dass die Öffnungszeiten für Freiluftgastronomie verlängert werden - ABER im letzten Absatz steht, dass die Nachtruhe bleibt. Was nützt es, wenn unser Oberbürgermeister sagt: „Wir stehen als Stadtspitze dafür, die Stadt mehr beleben zu wollen“ und die Gastronomen Anträge stellen können, die dann „unkompliziert bewilligt würden“? Wofür - lt. letztem Absatz?

Warum klappt die Außengastronomie in vielen anderen Städten, nur bei uns nicht? Es ist klar, wenn man abends draußen sitzt, flüstert man nicht. Aber wenn man an belebte Plätze/Straßen zieht, weiß ich als Anwohner, dass es nicht so leise ist, wie auf einem Dorf. Aber es gab ja schon Fälle, wo dann gegen das Hahnenkrähen prozessiert wurde - grins.

Mirko Kolodziej schrieb am

Hallo, Frau Hertel, der Oberbürgermeister hat das so formuliert: „Nach 22 Uhr keine Musik, keine Events, nichts Lautes.“ Mirko Kolodziej, Redaktion

Rita Hertel schrieb am

Hallo Herr Kolodziej, alles schön und gut - auch wenn keine Musik, keine Events - die Menschen unterhalten sich nun mal und das hört man in den Nachtstunden noch mehr, als am Tag. Und gerade beim jetzt stattfindenden „Boulevard" könnten doch Ausnahmen, gerade zur Belebung unserer Stadt gemacht werden.
Ich glaube, am Wochenende beginnt das Weinfest in Leipzig - ich war mal dort mit H. - es war super. Der Markt und die kleinen Nebenstraßen voll mit Außengastronomie und das bis Mitternacht. So etwas ist bei unseren Hoyerswerdschen nicht möglich.
Viele Grüße R. Hertel

Toni Banik schrieb am

Ich finde das sehr gut, dass es nach 22 Uhr keine laute Musik geben soll. Wäre auch schön, wenn das bei Veranstaltungen am Festplatz am Gondelteich und bei den Stadtfesten besser geregelt wird. In der Neustadt entsteht nämlich dadurch jedes Jahr ein Lärm, der fast nicht mehr auszuhalten ist durch die Musik.

Rita Hertel schrieb am

Hallo Herr Banik, nicht nur in der Neustadt hören Sie den Lärm von Veranstaltungen am Gondelteich, sondern auch in der Altstadt. Ich glaube, es war vor ca. 2 Wochen, als freitags und sonnabends Veranstaltungen dort stattfanden. Gegen 2 Uhr morgens kam ich mir noch vor, als ob ich mittendrin bin. Für mich ist es unverständlich, dass diese Lautstärken erlaubt sind.

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