Zustand der Kinderzähne wird besser


von Tageblatt-Redaktion

Gesunde Zähne sehen nicht nur schön aus. Sie sind auch ein Stück Lebensqualität.
Gesunde Zähne sehen nicht nur schön aus. Sie sind auch ein Stück Lebensqualität.

Frau Lorenz, zwischen Zahngesundheit und Allgemeingesundheit besteht eine enge Beziehung.
Ja, das trifft auf jeden Fall zu. Wer zahngesund ist, der ernährt sich auch in der Regel ganz ordentlich.

Wie ist es denn um die Zahngesundheit der Kinder im Landkreis bestellt?
Die Tendenz zeigt, dass sie immer besser wird. Bei den im vergangenen Schuljahr untersuchten rund 3 300 Kindern im Hoyerswerdaer Altkreis hat sich die Mundgesundheit kontinuierlich verbessert.

Können Sie das vielleicht auch in einigen Zahlen ausdrücken?
Bei den Dreijährigen waren 84 Prozent kariesfrei, bei den Sechsjährigen sind es 52,94 und bei den Zwölfjährigen 65,55 Prozent.

Wenn man sich diese Zahlen anschaut, kann man da behaupten, dass die Karies-Vorbeugung im Landkreis mittlerweile zu einem Selbstläufer geworden ist?
Nein, das finde ich hingegen nicht. Man muss schon ständig hinterher sein. Ich meine damit, dass wir die Eltern und Kinder immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig die Zahngesundheit für die gesamte Entwicklung des Kindes ist.

Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, gerade in jungen Jahren?
Auf jeden Fall. Wir weisen bei unseren gruppenprophylaktischen Unterweisungen auch jedes Mal darauf hin, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung für die Zähne ist. Dazu gehören sicher Obst, Gemüse und ungesüßter Tee. Wenn wir uns in Schulen gelegentlich die Butterbrotdosen zeigen lassen, sehen wir aber hin und wieder immer noch kariesfördernden Aufstrich.

Wie viele Einrichtungen sucht der jugendzahnärztliche Dienst denn im Landkreis auf?
Wenn ich Kitas und Grundschulen zusammenzähle, komme ich auf 52 plus Mittelschulen und Gymnasien.

Der Besuch beim Zahnarzt ist, das kann man wohl sagen, für fast jeden in irgendeiner Form angstbehaftet. Wie versuchen Sie, den Kindern diese Angst zu nehmen?
Zuerst einmal: Wir möchten gar nicht, das bei den Kindern und Grundschülern überhaupt erst Ängste entstehen. Also bitten wir die Eltern, die Kinder zu einem Schnupperbesuch zum Zahnarzt mitzunehmen. Die niedergelassenen Kollegen, und da möchte ich die im Altkreis Hoyerswerda einmal besonders erwähnen, lassen sich allerdings auch einiges einfallen, um bei Heranwachsenden keine Ängste aufkommen zu lassen.

Wie geht man da vor ?
Zum Beispiel laden am Tag der Zahngesundheit etliche Praxen Kinder ein, werden dort Puppenspiele veranstaltet, können Fragen gestellt werden und zeigen Zahnärzte auf, wie behandelt wird. Dabei wird auch darauf hingewiesen, wie wichtig Prophylaxe ist.

Welche Erwartungen haben Sie persönlich an den diesjährigen Tag der Zahngesundheit?
Wichtig ist, dass durch solch einen Tag die Öffentlichkeit erfährt, wie wichtig gesunde Zähne sind, das betrifft nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen. Und dass gesunde Zähne auch für ein gutes Lebensgefühl verantwortlich sind.
Gespräch: Rainer Könen

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