„Wir machen Werbung in eigener Sache“


von Tageblatt-Redaktion

Verena Schiemann (15) und Laura Chichowitz (14) waren zwei der Schul-Begleiter, die am Freitag im Léon-Foucault-Gymnasium dafür sorgten, dass keiner der Gäste umherirren musste, sondern gut geführt wurde.
Verena Schiemann (15) und Laura Chichowitz (14) waren zwei der Schul-Begleiter, die am Freitag im Léon-Foucault-Gymnasium dafür sorgten, dass keiner der Gäste umherirren musste, sondern gut geführt wurde.

Selbst PR-Strategen hätten das wohl nicht besser hinbekommen. Einen Tag vor dem Foucault-Abend konnte man dem SZ-Schulnavigator entnehmen, wie Eltern diese Einrichtung bewerteten. Die hervorragenden Noten, die das Gymnasium erhielt, hatten also neugierig gemacht. Da wollten etliche der Besucher am Freitagabend selbst einmal erfahren, warum das Foucault-Gymnasium zu den besten Schulen Sachsens gehört.

Ergo bot dieser Abend wieder die vertrauten Bilder: Bereits kurz vor der Eröffnung um 17 Uhr war der Parkplatz vor der Schule dicht, strömten die Massen durch die Gänge und Räume, war die Aula proppenvoll. Für die Besucher gab es im Eingangsbereich Flyer, ausgehändigt von Schülern der 9. Klassen. Die in ihren mit einer Brille versehenen schwarzen T-Shirts selbstverständlich auch eine Mission hatten: den Ankommenden angesichts der zahlreichen Angebote, Vorführungen von AGs und Leistungskursen, Orientierung zu geben.

„Wir wollen ja nicht, dass die Menschen hier herumirren“, so Verena Schiemann. Die 15-jährige Groß Särchenerin hat sich am Freitagabend gemeinsam mit Laura Chichowitz aus Leippe gegen 17.30 Uhr zur „Schicht“ eingefunden, wie es die 14-jährige Leipperin grienend bezeichnet. Die Teenagerinnen gehören zu den 24 Schülern, die dafür sorgen, dass jeder Besucher des Foucault-Abends Orientierung im Angebotsdschungel bekommt. Viele Fragen drehen sich um die angebotenen Profile der Schule. Wo stellt sich das sportliche, sprachliche oder künstlerische Profil vor?

Wer einen Blick in das Veranstaltungsprogramm warf, die vielen Menschen sah, und unschlüssig war, wo man denn mit dem Besichtigungsprogramm beginnen solle, der war froh, sich an die Schüler-Guides wenden zu können. „Schauen Sie sich doch mit Hilfe der beiden jungen Damen unsere Angebote an“, hatte Schulleiter Uwe Blazejczyk kurz zuvor angeboten. Gesagt, getan. Wohin man denn zuerst wolle. Schulterzucken.

„Gut, dann fangen wir im Keller an, schauen mal im Bildhauerbereich rein“, gibt Laura Chichowitz zu Beginn die Richtung des Rundgangs vor. Auf dem Weg dorthin erzählt sie, dass „ich total froh bin, den Leuten unsere Schule zu zeigen“. Man mache ja als Foucault-Begleiter gewissermaßen auch Werbung in eigener Sache. Die Damen im Keller, die mit Verve sowie mit Hammer und Meißel aus unförmigen Hölzern Skulpturen schaffen, geben zwischendurch Einblicke in diese Art des Modellierens.

Welches schulische Profil denn am häufigsten nachgefragt werde, will man wissen. Das halte sich die Waage, meint Verena Schiemann, die bereits im vergangenen Jahr als Schul-Begleiterin dabei war. Wie bereitet man sich auf so einen Job vor? Die 15-jährige Groß Särchenerin lacht. Klar, sie sei im vergangenen Jahr mit Fragen konfrontiert worden, etwa nach der Ausstattung der Schule mit Computern, die habe sie nicht erschöpfend beantworten können. Aber, so Verena Schiemann, „man kann ja nicht alles wissen“.

Laura Chichowitz findet, dass man sich den Informatikraum anschauen solle. Warum? „Da ist immer viel los.“ Stimmt. An allen Computern sitzen Jugendliche. Die junge Leipperin fühlt sich hier wohl, Informatik ist eines der Fächer, welches sie begeistert. Ein Blick in den Musikraum, da zeigt Thea Hanspach angehenden Talenten, wie man einer Trompete Töne entlocken kann. In Raum 1210 hat man Pech, die letzte englischsprachige Theateraufführung fand um 18 Uhr statt.

Die beiden Foucault-Begleiterinnen finden, dass es nun aber mal an der Zeit sei, in der Aula vorbeizuschauen. Da „ist jetzt ständig was los“, so Verena Schiemann. Richtig. Und voll ist es. Zeitweise stehen die Leute draußen vor der Türe, um wenigstens einen Blick auf die Bühne werfen zu können, wo getanzt, musiziert und gerockt wird.
Ach ja, eine AG Modellbau habe man in der Schule auch, bemerkt Laura Chichowitz. Seit dem vorigen Jahr. Ob Interesse bestehe, sich den Raum mit der Rennstrecke anzusehen. Aber ja! Noch eine knappe Stunde werden die beiden Neuntklässler Besucher herumführen, ihnen mit Rat und Tat Hilfestellung für den Infotag geben. Nach der dreistündigen Veranstaltung „werden wir auf jeden Fall müde sein“, so die Teenager. Die, das steht für die beiden schon jetzt fest, auch im kommenden Jahr wieder Orientierungshilfe beim Foucault-Abend geben wollen: als Schul-Begleiter.

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