Werktags kommt der Notarzt aus dem Klinikum

Freitag, 19. Oktober 2012

Oberarzt Dr. med. Robert Kleinstäuber pendelt künftig täglich von seinem Dresdener Wohnsitz zu seiner neuen Dienststelle im Lausitzer Seenland-Klinikum Hoyerswerdas. Der vierfache Familienvater ist hier als Notarzt eingestellt.  Foto: Uwe Schulz
Oberarzt Dr. med. Robert Kleinstäuber pendelt künftig täglich von seinem Dresdener Wohnsitz zu seiner neuen Dienststelle im Lausitzer Seenland-Klinikum Hoyerswerdas. Der vierfache Familienvater ist hier als Notarzt eingestellt. Foto: Uwe Schulz

Die wackelnde Notarztversorgung rund um Hoyerswerda ist stabilisiert. Seit 1. Oktober sichert das Lausitzer Seenland Klinikum die Dienste montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 16 Uhr ab. Der entsprechende Vertrag zwischen dem Klinikum und der Arbeitsgemeinschaft Notärztliche Versorgung wurde gestern in Hoyerswerda unterzeichnet. „Ich bin unglaublich froh, dass die den riesengroßen Brocken übernehmen“, sagte gestern Marcus Meixner, der von der Arge mit der Absicherung der Notarztversorgung im Raum Hoyerswerda beauftragt ist.

Allerdings sieht der niedergelassene Mediziner das Klinikum dazu auch in der Pflicht. Es bedurfte jedoch vieler Gespräche und wohl auch eines gewissen politischen Drucks, ehe der jetzige Stand erreicht war. Neben den fünf niedergelassenen Ärzten sind derzeit laut Marcus Meixner vier Klinikums-Ärzte als Notärzte eingetaktet. Wenn die Endausbaustufe erreicht ist, werden es noch fünf Mediziner mehr sein. Sie sollen aus verschiedenen Bereichen des Klinikums stammen.

„Chef“-Notarzt des Klinikums ist allerdings Oberarzt Robert Kleinstäuber, der seit 1. Oktober im Klinikum arbeitet. Der 45-Jährige stammt aus Hannover und arbeitete die letzten fünf Jahre in Riesa. Jetzt ist er, finanziert über die Gelder für den Notarztdienst, am normalen Personalschlüssel vorbei als Notarzt eingestellt und der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin angegliedert worden. Deren Chefarzt Bertram Huber war selbst viele Jahre Notarzt, sowohl im Rettungshubschrauber als auch im Notarzteinsatzfahrzeug, und weiß, welche Anforderungen Notärzte haben. Also soll der diensthabende Notarzt nicht nur abrufbereit eingesetzt sein, sondern es soll auch noch eine Rückfallebene geschaffen werden, so dass, wenn der erste Notarzt unterwegs ist, bei Bedarf auch noch ein zweiter im Klinikum abgerufen werden kann.

Zusammen mit dem medizinischen Direktor Thomas Sutter und dem Geschäftsführer Andreas Grahlemann ist er sich einig, dass die kooperativen Strukturen sowohl dem Notarzt-System als auch dem Klinikum selbst zum Vorteil gereichen. Sutter verspricht sich von dem Klinik-Wissen der Klinikums-Notärzte auch, dass die Behandlungskette für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten noch einen Tick besser wird als sie bislang schon ist. Die Optimierung obliegt ebenfalls Robert Kleinstäuber. Markus Cording, Geschäftsführer der Notarzt-Arge, fasste die Neuerung gestern zusammen: „Auf jeden Fall ist es ein guter Tag für die Bevölkerung des Seenlandes.“

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