Verlassene Gartenlauben locken Langfinger an


von Tageblatt-Redaktion

Gut abschließen reicht nicht. In den Gartenlauben haben im Winter Elektrogeräte und ähnliches nichts zu suchen.
Gut abschließen reicht nicht. In den Gartenlauben haben im Winter Elektrogeräte und ähnliches nichts zu suchen.

Ein paar tausend Lauben, Bungalows und Schuppen in den knapp 80 Kleingartenanlagen in und um Hoyerswerda gibt es. Sie alle sind wie jedes Jahr über die Wintermonate einem erhöhten Risiko ausgesetzt – dem eines Einbruchs.

In den vergangenen Tagen hat es schon eine Hand voll davon gegeben, wie vom Hoyerswerdaer Polizeirevierleiter Daniel Mende zu erfahren war. Allein vier Anzeigen am Stück seien in einem Fall erstattet worden. Insgesamt wurden damit aber noch nicht mal zehn Einbrüche in Gartenlauben in gesamten Jahresverlauf registriert.

2009 waren es 28 Einbrüchen in Gartenlauben und Wohnwagen. Hierbei lag der Schwerpunkt am Knappensee. Immerhin 16 dieser Straftaten gingen auf das Konto eines Einzeltäters aus Königswartha, so der Hoyerswerda Polizeichef. „Der Mann sitzt für die nächsten Jahre in Haft“, merkte er noch an.

Allein diese Zahlen unterstreichen, dass Einbrüche in Lauben und Bungalows kein Kriminalitätsschwerpunkt sind. Dennoch wird die Polizei nicht müde, auf die Gefährdung in der Wintersaison hinzuweisen. „Durch Einbrüche in Gartenlauben, Bungalows und Geräteschuppen entstehen jedes Jahr immer wieder erhebliche Sachschäden. Die Einbrecher nutzen dabei ungenügend gesicherte Fenster und Türen und dringen dabei mit brachialer Gewalt in die Objekte ein. Sie benutzen dazu mitgebrachtes Werkzeug oder sie finden dieses in den Gärten“, heißt es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien.

Objekte der Einbrecher-Begierde, so die Erfahrung, sind insbesondere Heimelektronik, Bekleidung und Haushaltsgegenstände. Daher gibt es seitens der Polizei die Empfehlung: Alle Wertgegenstände aus dem Bungalow entfernen, wenn der nicht mehr bewohnt wird. „Dazu gehören besonders Video- und Audiotechnik, auch der Satellitenreceiver, wertintensive Haushaltsgegenstände wie Mikrowelle und Werkzeuge wie Heckenscheren, Bohrmaschinen oder ähnliches.“

Das ist für die meisten Kleingärtner längst gängige Praxis, weiß Reinhard Klekar, der Vorsitzende des Verbandes der Kleingärtner Hoyerswerda und Umgebung. Über die üblichen Sicherungsmaßnahmen hinausgehende Schutzvorkehrungen vor Einbrechern gibt es aber in den hiesigen Kleingartenanlagen nicht. Vereinzelt wurde eine Beleuchtung installiert, die an Bewegungsmelder gekoppelt ist. Auch erfolgen immer wieder mal Begehungen der Anlagen. Letzteres aber gewöhnlich nur, um zu schauen, ob eingebrochen wurde.

Dazu rät auch die Polizei: „Bei unregelmäßigen Kontrollbesuchen sollte man immer auch einen Blick auf die Gärten der Nachbarn werfen. Dadurch kann man bei einem Vorfall die Tatzeit eingrenzen und zur Aufklärung beitragen.“ Und Achtung: Den Tatort nicht betreten, sondern erst die Polizei rufen.

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