Tätowiert wird jetzt im Herzen der Altstadt


von Tageblatt-Redaktion

Jan Dittrichs Tattoo-Studio Darkside ist jetzt in der Senftenberger Straße 15 zu finden.
Jan Dittrichs Tattoo-Studio Darkside ist jetzt in der Senftenberger Straße 15 zu finden.

Fährt man in der Senftenberger Straße vom Parkplatz hinter dem Fließhof, eröffnet sich einem ein interessanter Blick: Rechts steht das von der Wohnungsgesellschaft aufwändig sanierte Gebäude Rosenstraße 1. Es schließt sich die neue Brücke über den Elsterfließ samt erneuerter Straße an. Es folgt die Senftenberger Straße 16, die seit dem Einzug von Foto-Kahrig optisch durchaus gewonnen hat. „Ja, Hoyerswerdas Altstadt wird immer schöner“, sagt Marco Gbureck. Der Chef des gleichnamigen Hoyerswerdaer Sanitätshauses und Stadtrat (CDU-FDP-Fraktion) will nun seinen Teil dazu beitragen. Er hat nämlich den Komplex um die Senftenberger Straße 15 gekauft. In jenem Geschäft, in dem Karl Stojan 1876 eine Bäckerei einrichtete, das vor gut hundert Jahren „Martins Webwaren“ und zuletzt einen Bastel-Laden beherbergte, sind gerade die ersten Mieter eingezogen.

Jan Dittrich, der vor mehr als einem Jahrzehnt sein Tattoo- und Piercing-Studio „Darkside“ an der Heinrich-Heine-Straße eröffnet hat, ist nun in jenem Haus zu finden, das 1852 eine Anzeige im Hoyerswerdaer Wochenblatt mit den Worten beschrieb, es sei „zwischen zwei vorbeifließenden Armen des Elsterflusses belegen“. Jan Dittrich kann die Idylle noch heute ein wenig nachvollziehen: „Es ist schön, ruhiger als in der Heinestraße.“ Vor allem hat er hier einen großen Parkplatz fast unmittelbar vor dem Geschäft. Am bisherigen Standort war die Frage des Parkens nicht immer ganz zufriedenstellend zu klären – vor allem nicht für Leute, die an den vor dem Studio haltenden Fahrzeugen vorbei eilig in Richtung Neustadt wollten.

Nun, sagt Dittrich, habe es sich getroffen, dass man ohnehin renovieren wollte und sein Bekannter Marco Gbureck Platz in seinem Neuerwerb zur Verfügung hatte. Im neuen Tattoo-Studio ist in den vergangenen Tagen kräftig Hand angelegt worden. Man hat gemalert, die Räume ausgestaltet, die Schaufenster mit Werbung versehen. Auch das war nicht immer unproblematisch, erzählt Jan Dittrich: „Es gab zwei Knöllchen, weil mein Auto zum Be- und Entladen vor der Tür stand.“ Doch das ist nun ausgestanden.

Am Mittwoch war Eröffnungsparty. Marco Gbureck hat dagegen noch einiges an Arbeit vor sich. Im zweiten Geschäft in der Senftenberger Straße 15 soll nämlich eine Zweigstelle seiner Wellness-Oase „Orchidee“ einziehen. Zudem soll das Haus nach und nach auch renoviert werden. „Komplett“, sagt Marco Gbureck. Immerhin sind in dem Nebengebäude, in dem sich einst das jetzt am Markt zu findende Sanitätshaus „agil-o Tech“ befand, bereits Wohnungen entstanden. Kein Wunder, denn wo es immer schöner wird, wollen natürlich auch immer mehr Menschen leben.

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