Schulumbau im WK IV ist beendet


von Tageblatt-Redaktion

An der Kopernikus-Schule wurde bis zum letzten Ferientag alles daran gesetzt, dass der Schuljahresbeginn ein schöner wird.
An der Kopernikus-Schule wurde bis zum letzten Ferientag alles daran gesetzt, dass der Schuljahresbeginn ein schöner wird.

Es ist eine Periode des Lebens mit Provisorien, die für die Schule zur Lernförderung „Nikolaus Kopernikus“ langsam endet. Heute gibt es in der Schumannstraße im WK IV eine Schulanfangs-Feier für die neuen Erstklässler, die auch einen Neubeginn für die Schule markiert. Seit vorigem Jahr war das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Polytechnischen Oberschule „Hanns Eisler“ umfangreich saniert worden. Zugleich entstand ein Anbau als Ersatz für das nebenan abgerissene Haus II. „Wir sind wirklich froh, wieder hier zu sein“, sagt Schulleiterin Marlies Stober.

Die Provisorien begannen im Januar 2007 mit Wirbelsturm „Kyrill“. Haus II, das die Schule sich damals mit dem Naturwissenschaftlich-Technischen Kinder- und Jugendzentrum Natz teilte, wurde so stark beschädigt, dass es nur mit sehr viel Aufwand zu retten gewesen wäre. Nun fehlten aber Unterrichtsräume und einige Schüler mussten an anderen Orten in der Stadt unterrichtet werden. Mit dem Baubeginn bezog man das Notquartier in der ehemaligen Kästner-Grundschule im WK X. Weil deren Ausstattung und Raumangebot aber nicht zu hundert Prozent passten, gab es Unterricht zum Beispiel auch am Berufsschulzentrum.

Nun kehren die 180 Schüler und rund 30 Pädagogen zurück in den WK IV und Lehrer Andreas Thomas sagt: „Nach dreieinhalb Jahren wird es nun Bedingungen geben, unter denen den Kindern das Lernen sicher richtig Spaß macht.“ 3,5 Millionen Euro hat der Kreis Bautzen sich die Bauarbeiten kosten lassen und speziell der zweigeschossige Anbau mit seinen zwei Lehrküchen in Mango-Gelb beziehungsweise Brombeer-Rot, seinem Werk- oder seinem Keramik-Kabinett kann sich wirklich sehen lassen. Doch auch das Haupthaus ist kaum mehr wiederzuerkennen.

Der Einzug begann schon mit Beginn der Ferien. Zunächst wurden Möbel aus dem WK X ins Hauptgebäude zurücktransportiert. Nach und nach folgte weiteres Interieur. Doch gleichzeitig wurde auch noch gebaut. Der harte Winter hatte die Arbeiten verzögert. Tobias Hadank vom Landratsamt sagt, glücklicherweise habe es nicht noch zusätzliche Zeitverluste durch die Übergabe der Verantwortung für den Bau von der Stadt an den Kreis gegeben: „Im Großen und Ganzen war das problemlos.“ Doch noch in dieser Woche waren Maler oder auch Metallbauer im Anbau aktiv.

Auch am Eingang des Hauptgebäudes wurde noch gewerkelt. Das Schild mit dem Schulnamen fehlte ebenso noch. Längst hängt nicht jedes Bild, ist nicht jede 2007 eingeräumte Kiste wieder ausgepackt. „Im Gebäude selbst brauchen wir vielleicht noch einen Monat, bis alles gut verstaut ist“, sagt Marlies Stober.

Im Grunde geht es hier um Kleinigkeiten. Die Schulleiterin ist überglücklich, dass beim Bau alle Wünsche des Kollegiums berücksichtigt wurden. Vor der Schule müssen nun aber noch der Schulgarten angelegt und ein Häuschen für die Gartengeräte gebaut werden. Auch in den Umkleiden der benachbarten Turnhalle, die von einem Tischtennisverein bewirtschaftet wird, sind noch Bauarbeiten im Gange. Doch Sport-Lehrer Mario Tröster sagt: „Alles wird gut.“ Provisorien ist er ja gewöhnt und in den nächsten Wochen wird Unterricht im Freien schon möglich sein. Wenigstens müssen er und seine Schüler dafür nun nicht mehr in den WK X.

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