Schöner sparen


von Tageblatt-Redaktion

Strom wird teurer, also muss man sehen, wo man sparen kann.
Strom wird teurer, also muss man sehen, wo man sparen kann.

Der Einsatz von Energiesparlampen ist ein Klassiker des Stromsparens, möchte man meinen. Doch Energie sparen mit Energiesparlampen setzt ja auch eine gewisse Leidensfähigkeit voraus. Die ersten Exemplare vor ein paar Jahren sahen einfach nur potthässlich aus. Und an die Verzögerung beim Anschalten kann man sich auch nicht in allen Räumlichkeiten gewöhnen, zumal der Effekt mit der Lebenszeit der Lampe immer schlimmer wird.

Glücklicherweise gibt es ja nun auch Halogen- und LED-Lampen. Aber dann steht man in der Lampenabteilung vor einer Batterie leuchtender Lampen, blättert durch die einschlägigen Elektronikkataloge, kämpft sich durch technische Bezeichnungen und fragt sich: Sparen ist ja gut und schön, aber wie sieht denn diese Lampe nun bei mir zu Hause aus, was macht sie für ein Licht, fühle ich mich dann noch wohl im Raum? Allerdings birgt ein Testkauf bei guten LED-Lampen schon ein gewisses finanzielles Risiko. Da kommt der Lampenkoffer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda wie gerufen.

Im Rahmen der VBH-Stromsparoffensive wird der Koffer derzeit beworben. Das gut ausgepolsterte Kunststoffgehäuse ist mit 25 Lampen verschiedener Hersteller bestückt – Energiesparlampen, Halogenlampen und solchen auf LED-Basis. Man kann ihn sich nach Hause ausleihen und dort ausprobieren, welche Lampe wo am besten passt. Und daraus wird ziemlich schnell eine Abendbeschäftigung für die ganze Familie. Bei mir Zuhause sind die meisten Leuchten schon mit Energiesparlampen bestückt. Doch wo es um schnelles Licht nach dem Einschalten geht, wo man die Lampe direkt sieht, da sorgen noch herkömmliche Glühbirnen für Licht – im Flur, im Bad, in den Kinderzimmern. Es gibt also durchaus noch Potenzial.

Die wendelförmigen Energiesparlampen finden wegen eingangs erwähnter Begründung bei unserem Test erst gar keine Beachtung. Allerdings gibt es ja auch formschön verkleidete Exemplare. Lampe Nr. 1 „Globe“ macht ihrer Bezeichnung alle Ehre und wäre beispielsweise was für die nach unten offenen Lampe überm Küchentisch. Die Halogenlampen teste ich nicht, weil die Lebensdauer und die Energieeinsparung nun auch nicht so viel anders sind als bei einer herkömmlichen Glühbirne – jedenfalls im Vergleich zu den Energiespar- und den LED-Lampen. Wenn wir über Sparen reden, dann also richtig. Ich verfalle dem LED-Rausch. Die Lampen erzeugen ein anderes Licht, als man es von den alten Glühbirnen und den Energiesparlampen gewohnt ist.

Wer was damit anfangen kann, weiß schon in etwa bei der Angabe der Lichttemperatur, was einen erwartet. Doch am besten ist, man schaut sich unter dem Licht der neuen Lampe vertraute Sachen an – die eigene Hand, ein paar Fotos, testet, ob das Licht zu grell ist beim Lesen, beim Essen. Schön, wenn man eine Leuchte mit zwei Fassungen zur Verfügung hat. In der einen lässt man die herkömmliche Lampe drin, in die andere Fassung schraubt man nacheinander die Testkandidaten – und macht sich seine Notizen. Leider gibt es keine strahlerförmige LED-Lampe mit E14-Gewinde im Koffer. Also teste ich hier nur einige Lampen durch, um die richtige Lichtfarbe zu finden. Das wird trotzdem beim Einkaufen helfen.

Doch mit dem Ausprobieren ist es nicht getan. Denn man will ja wissen, was man so in Kilowattstunden und Euro einsparen kann. Also muss man schon ein bisschen Hausaufgaben machen, die einzelnen Räume und die dort bislang verwendeten Lampen samt Watt-Angabe notieren. Dazu noch die durchschnittliche tägliche Leuchtdauer schätzen. Zusammen mit dem zuletzt ermittelten Jahresverbrauch und dem dabei zugrunde liegenden Stromtarif können die Kundenberater bei den VBH ausrechnen, welche Ersparnis man beim Umrüsten auf die Sparlampen erzielen kann.
Das Ausrechnen dauert gerade jetzt bei dem Andrang im Kundencenter ein paar Tage.

Am Ende habe ich eine ausgedruckte Übersicht über die einzelnen Räume, die bislang verwendeten Lampen und die Ersparnis bei der Verwendung des von mir gewünschten Lampenmodells. Am Ende steht da bei unserem Test laut VBH-Berechnung die stolze Ersparnis von 10 145 Kilowattstunden oder 2 617 Euro, gerechnet mit dem ab 1. Januar geltenden teureren Stromtarif. Allerdings nicht pro Jahr. Denn das ist die Hochrechnung auf die mittlere Lebensdauer der LED- oder Energiesparlampe, die bei bis zu 25 000 Stunden Leuchtdauer liegen kann und damit bei mir eine Anschaffung für mindestens zwei Jahrzehnte werden dürfte.

Laut Berechnung der VBH macht das pro Jahr aber immerhin noch eine dreistellige Einsparung an Kilowattstunden oder, je nachdem, wie lange die Lampen denn nun pro Tag tatsächlich leuchten, eine Ersparnis von ein paar Dutzend Euro aus. Da ich dafür aber mindestens zehn der noch vorhandenen Stromfresser austauschen müsste, käme eine ziemliche Investition zusammen – jedenfalls, wenn es mir nicht nur ums Sparen, sondern auch um die LED-Vorteile geht. Es wird wohl eine Schritt-für-Schritt-Umrüstung werden. Doch immerhin weiß ich jetzt, was ich mir kaufen will.

Den Lampenkoffer gibt es im Kundencenter der VBH in der Bonhoefferstraße. Bitte Ausweis und eine Kaution von 30 Euro mitbringen. Der Koffer wird auch an Kunden anderer Stromanbieter verliehen. Allerdings in jedem Fall vorher einen Termin vereinbaren unter der kostenlosen Hotline G 0800 469 666.

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Kommentare zum Artikel:

Lukas schrieb am

Ein sehr guter Beitrag:)! Ich habe auch seit diesem Jahr angefangen, meine Wohnung mit LED Lampen auszustatten. Der Kostenpunkt ist für mich als Student schon ernorm, aber man spart ja auch. Ich hab meine LED Lampen im Internet bei www.gruenspar.de bestellt, da kann ich besonders die Philips A60 empfehlen, welche nicht mal 20€ kostet und somit nur die hälfte von den klassischen LEDs kostet!

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