Schöne Aussicht aus 100 Ferienhäusern


von Tageblatt-Redaktion

Diesen Ausblick kann man derzeit von der Stelle am Scheibesee genießen, wo vielleicht mal 100 Ferienhäuser entstehen werden.
Diesen Ausblick kann man derzeit von der Stelle am Scheibesee genießen, wo vielleicht mal 100 Ferienhäuser entstehen werden.

Noch geht es nur nach links um die Kurve. Wer mit dem Auto ein paar Kilometer nordöstlich von Hoyerswerda von der Bundesstraße 97 kommend auf die Kreisstraße 9215 abbiegt, muss in großem Schwenk nach Burg einfahren. Geht es nach den Plänen der Cottbuser BKO nature power GmbH wird man künftig dort, wo Froschradweg und Niederlausitzer Bergbautour aus Hoyerswerda kommend auf die Straße münden, auch geradeaus fahren können. Am Waldrand entlang soll es den derzeitigen Vorstellungen entsprechend in Richtung Scheibesee gehen, wo BKO eine Ferienhaus-Siedlung plant. „Unser Ziel ist 2014“, erklärte BKO-Aufsichtsratschef Werner Schaaf in dieser Woche den Spreetaler Gemeinderäten zu einem möglichen Baustart. Die Räte wiederum billigten einstimmig den Startschuss für die entsprechenden Bauplanungen. „Schön, dass dort endlich etwas passiert“, fasste Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) die Stimmung zusammen.

Die Cottbuser sind für die Gemeinde keine Unbekannten. Zunächst plante BKO einen Solarpark in Trattendorf. Nachdem das Vorhaben dort scheiterte, baute man an der Südstraße zwischen Spreewitz und Schwarze Pumpe. Auf der dortigen Bauschuttdeponie ist momentan ein weiterer Solarpark in Planung. Und im März stellte BKO-Vorstand Michael Ohme die Pläne für einen zweiten Firmensitz am Scheibesee vor. Westlich des dafür ins Auge gefassten Standortes ist nun die Ferienhaus-Siedlung vorgesehen, von der die Burger Ortsvorsteherin Veronika Büschel sagt, ihr sei aus dem Dorf keinerlei Skepsis bekannt: „Wir erhoffen uns einen Aufbruch in jeder Hinsicht.“ Nach und nach entstehen sollen am nördlichen See-Ufer ein kleiner Hafen samt Bootshaus mit insgesamt 60 Bootsliegeplätzen sowie 100 Ferienhäuser.

Die Entwürfe des zuständigen Planungsbüros Wolff aus Cottbus gehen davon aus, die Unterkünfte für Urlauber an die vier Elemente anzulehnen. Die Rede ist von Wohntürmen (Luft), Erd- oder Grubenhäusern (Erde), Strandvillen (Wasser) und mit Solartechnik versehenen Gehöften (Feuer). „Unser Ziel ist, dort etwas Besonderes zu schaffen. Wir müssen wegen der Konkurrenz zu den anderen Seen schon gut sein“, sagt Planer Carsten Wolff. Vorgesehen sind allerdings auch einige Caravan-Stellplätze sowie ein öffentlicher Badestrand. Wer sich den künftigen Baugrund heute ansieht, ahnt allerdings jede Menge an bevorstehender Arbeit. Noch ist das Gebiet nämlich ziemlich zugewachsen.

Zudem gilt an Ort und Stelle immer noch Bergrecht, was die Einbeziehung der entsprechenden Behörden erforderlich macht. Der Vorteil: Am Nordufer des Scheibesees ist nichts geschüttet. Man hat es statt mit Kippensand mit gewachsenem Boden, also vermutlich mit sicherem Baugrund zu tun. Die Planungen sind dennoch erst am Anfang. „Um Details, etwa darum, wie die Häuser einmal stehen werden, geht es im Moment noch gar nicht“, sagt Carsten Wolff. Man verhandelt derzeit unter anderem mit den Eigentümern der betroffenen Flächen. Laut Manfred Heine sind hier zumindest bisher keine größeren Widerstände bekannt. Insgesamt geht es um die Entwicklung von 24 Hektar Fläche. „Die einheitliche Meinung ist, dass uns etwas Besseres kaum passieren kann“, zitierte der Spreetaler Bürgermeister den Tenor einer Ortschaftsratssitzung im künftigen Ferienort Burg.

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