Scan HY – so haben Sie Hoyerswerda noch nicht gesehen


von Tageblatt-Redaktion

Die ersten QR-Codes an Hoyerswerdaer Gebäuden sind angebracht, hier der am Lausitztower.
Die ersten QR-Codes an Hoyerswerdaer Gebäuden sind angebracht, hier der am Lausitztower.

Als Ende vergangener Woche die Werbeprofis die Folien mit den schwarz-weißen QR-Codes im Zentralpark und am Lausitztower anbrachten, war ihnen die Aufmerksamkeit vieler Passanten gewiss. Der danebenstehenden Aufforderung „Scan HY“ kamen gleich etliche Besitzer von Smartphones nach. Die kleinen Computer mit den eingebauten Kameras und Bildschirmen, die auch zum Telefonieren taugen, lösen seit wenigen Jahren die vorhergehenden normalen Mobiltelefone ab. Informationen, die zuvor nur per Computer abrufbar waren, sind überall mobil zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund fügen sich in Hoyerswerda derzeit gerade drei Ideen und zwei konkrete Projekte zu einem gemeinsamen Produkt: In Hoyerswerda ist der erste Brückenschlag zwischen reeller und virtueller Welt geglückt. Er heißt „Scan HY“ und wird in den kommenden Monaten solide ausgebaut. Am Samstagabend wurde das Projekt geladenen Gästen im Lausitz-Center erstmals in größerer Runde vorgestellt. Auf dem TAGEBLATT-Internetportal www.hoyerswerdsche.de gibt es seit dem vergangenen Jahr einen virtuellen Stadtrundgang.

Mittlerweile sind 360-Grad-Panoramen von 35 Standorten in Alt- und Neustadt hinterlegt. Hinzu kommen Innenaufnahmen zum Beispiel von der Johanneskirche, dem Lausitzcenter und etlichen kleineren Gewerbetreibenden. Ein Projekt, das stetig wächst. Parallel dazu, aber unabhängig voneinander, entwickelte die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda (WH) ein Projekt mit QR-Codes. Die sollten zunächst nur an WH-Gebäuden oder Projekten wie dem Skulpturenpark angebracht werden – um wie eingangs beschrieben Smartphonebesitzern mehr Informationen zu bieten.

Eher zufällig erfuhren WH-Chefin Margitta Faßl und TAGEBLATT-Verleger Siegbert Matsch jeweils von dem Projekt des anderen und befanden, dass diese perfekt zueinander passen. Jetzt ist es so, dass Besucher des virtuellen Stadtrundgangs beispielsweise im Fall der Johanneskirche sie nicht nur von innen und außen anschauen sowie den Blick vom Kirchturm genießen können, sondern mit einem Klick Detailinformationen zum Gebäude und seiner Geschichte abrufen können – hinterlegt auf der Seite www.scan-hy.de. Für den Nutzer vollzieht sich der Sprung fast unmerklich. Diese Informationen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit von jedem an Internet angeschlossenen Computer der Welt abrufbar.

Über den QR-Code an Hoyerswerdaer Gebäuden gelangt man hingegen beim ganz reellen Stadtspaziergang virtuell zu den gewünschten Informationen, wird aber auch hier mit nur einem Klick zum virtuellen Stadtrundgang geleitet.
Hinter all dem steckt reichlich Arbeit. Die will entlohnt sein. Dementsprechend sind zwar der Stadtrundgang und auch die Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten, Gebäuden und Läden für den Nutzer kostenfrei, doch wer sich mit seinen Angeboten hier präsentieren will, der muss einen gewissen Obolus leisten. Frank Graumüller hat diesen Schritt mit seiner Firma Klangapotheke am Markt getan.

Über den virtuellen Stadtrundgang landet man bei ihm im Geschäft, kann aktuelle Angebote studieren oder nur einen Mausklick entfernt seine Internetseite besuchen. Wer sich anschließend wieder auf den virtuellen Stadtbummel begibt, landet wenig später vielleicht auch im Friseursalon von Haarschneider, in der Lausitzer Ölmühle, im Lausitz-Center oder bei einem anderen der verlinkten Partner. All das ist ausbaufähig und es passt nicht nur zur Freude von Oberbürgermeister Stefan Skora zu der Idee, die im Leitbild 2025 der Stadt Hoyerswerda verankert ist – neue Marketingideen im Sinne von Kunst und Technik zu verfolgen. QR-Code-Folien wird es in Hoyerswerda bald noch mehr geben.

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