Mit Gold zu 32 000 Euro bei Günther Jauch


von Tageblatt-Redaktion

Katharina Korch erspielte sich bei "Wer wird Millionär" 32.000 Euro.
Katharina Korch erspielte sich bei "Wer wird Millionär" 32.000 Euro.

Über den „Duroplast-Bomber“ wäre Katharina Korch fast gestolpert. Es war die 4 000-Euro-Frage am Montagabend bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“ – der beliebten Ratesendung bei RTL. „Wer oder was wurde in der DDR häufig als Duroplast-Bomber bezeichnet“, sollte die Wittichenauerin beantworten. A: Trabbi, B: Sojus-Raumschiff, C: Kaffee-Ersatz oder D: Jens Weißflog.

Die DDR ist für eine 24-Jährige weit weg. Katharina Korch schloss den Trabbi kategorisch aus. Den Begriff „Rennpappe“ kannte sie, aber Duroplast-Bomber? So musste der Telefonjoker her und Onkel Olaf Hoffmann half, ein Arzt, 50-jährig aus Leipzig, obwohl auch er vom „Duroplast-Bomber“ nie gehört hatte. Die 4 000 Euro aber waren gerettet.

„Es ist schon ein großer Unterschied, ob man das daheim vom Sofa aus sieht, oder selbst dabei ist“, sagt die Katharina Korch über ihren Auftritt am 19. Oktober bei der Aufzeichnung der Fernsehsendung in Köln. Es war ihr zweiter Versuch auf den begehrten Kandidaten-Stuhl zu kommen. Der erste scheiterte im März. Die Sofa-Sendungen sind ungezählt. Man braucht etwas Glück. „Ich habe andere getroffen, die bewerben sich seit elf Jahren.“ Nun war es Wirklichkeit und Ernst zugleich. Sie hatte sich vorgenommen, das Frage-Antwort-Spiel locker anzugehen, die Aufregung war dennoch da.

Aber die Wittichenauerin wusste unter anderem, wann der Fußballer Philipp Lahm geheiratet hat, schaffte mit Hilfe des Publikums den Zusammenhang von Malaria und „schlechter Luft“ herzustellen und Udo Jürgens als Grand-Prix-Sieger zu ermitteln. Zwischendurch erzählte die junge Frau, dass sie Geschichte und Gemeinschaftskunde auf Lehramt in Dresden studiert. Mit ihrem Mann Mario aus Dörgenhausen, Feuerwehrmann in Dresden und Fußballer beim Hoyerswerdaer SV 1919, ist sie seit einem Jahr verheiratet und für die gemeinsame Wohnung in Dresden ist ein neues Bett fällig. Das 39-Euro-Gestell von Ikea steht seit dem Einzug vor sechs Jahren.

Im Studio drückte Trauzeugin Stefanie Bilik die Daumen. Es half. Katharina Korch gewann 32 000 Euro. Es hätten auch 64 000 sein können. Sie vermutete richtig, dass es sich bei Siliciumdioxid um Quarz und nicht um Cannabis, Salz oder Benzin handelt. Chemie gehört aber nicht zu ihren Stärken, sie stieg aus. Etwas schade, sagt sie rückblickend. Aber: „Es ist nur ein Spiel, das darf man nicht vergessen“ Und eine aufregende Situation im Scheinwerferlicht, wenn man mit einer richtigen Frage den Geldbetrag verdoppeln kann, oder in ihrem Fall, nur mit 500 Euro nach Hause hätte fahren müssen. Für die 32 000 Euro ist nun mehr drin, als nur ein neues Bett. Vielleicht eine längere Urlaubsreise oder es ist Startkapital für die angedachte Rückkehr in die Lausitz. „Hier sind Familie und Freunde.“ Über ihren Auftritt im Fernsehen hat sie viel erzählt in dieser Woche. „Es hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet“.

Die beste Frage des Abends war die Auswahlfrage an die fünf Kandidaten zu Beginn, nötig, um überhaupt auf den Stuhl zu kommen. Hier reichte das Chemie-Wissen. Nach „AU“ und „LODG“ wurde gefragt. Katharina begriff und sortierte schnell, dachte an „Aurum“ - GOLD. Das Gold war ihr Aufstieg auf den einmaligen Platz gegenüber von Günther Jauch. Ein zweites Mal ist nicht möglich und nötig. „Die Fahrt hat sich wirklich gelohnt“, strahlt sie. „Ich hatte vorher nur an einen schönen Ausflug nach Köln gedacht.“

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