In einer Woche ist Tag der Sachsen


von Tageblatt-Redaktion

Die Vocalgruppe Kontrapunkt übt für den Tag der Sachsen
Die Vocalgruppe Kontrapunkt übt für den Tag der Sachsen

Energisch schlägt Ilona Seliger ihre Stimmgabel an. „Mit Lieb´ bin ich umfangen“, gibt sie vor und die anderen Sängerinnen und Sänger der Vokalgruppe „Kontrapunkt“ stimmen ein. Es ist Probe. Wenn am Freitag der nächsten Woche der Tag der Sachsen in Kamenz anfängt, singt der Chor dort auf der Hutbergbühne. Um 17 Uhr beginnt das Konzert, von dem Ilona Seliger sagt, die halbe Stunde sei unproblematisch. Trotzdem haben sich die acht Frauen und fünf Männer, die auch schon einmal fünfstimmig singen, bereits im März für den Auftritt angemeldet. „Wir suchen immer mal etwas anderes“, erklärt die Chorleiterin diesen Umstand.

Das scheint auch vielen anderen so zu gehen, denn abgesehen von jenen Hoyerswerdaern, Bernsdorfern oder Wittichenauern, die als Besucher ins nahe Kamenz fahren werden, ist die Liste der teilnehmenden Vereine und Institutionen aus der Stadtregion beachtlich lang. Sie reicht von der Lautaer Jugendfeuerwehr über die Ballettgruppe der Lausitzhalle Hoyerswerda bis zur Stadtbrauerei Wittichenau.

Der Chef der Hoyerswerdaer Volkshochschule, Detlef Heuke alias Dav Hansson, singt sogar die offizielle Hymne von Sachsens größtem Volksfest. Mit „Stadt am Stein“ steht er am Freitag zweimal sowie am Sonnabend und Sonntag je einmal auf verschiedenen Bühnen. Dazu gibt Dav Hansson am Sonntag um 19 Uhr auf der mdr-Bühne auch noch ein Solo-Swing-Konzert.

„Wir sind ja schon viele Jahre dabei“, sagt Melanie Holz von der IG Kinderferien über die Tage der Sachsen. Auch dieses Mal wird der Verein sich präsentieren und zum Beispiel eine Bastelstraße anbieten. Mit dabei sind auch wieder einige Kinder. „Das ist immer so eine Art Mini-Ferienlager“, erklärt Melanie Holz. Die Line-Dance-Family aus Lohsa hat sich für den Auftritt in Kamenz eigens neu kostümiert, berichtet ihr Chef Reimar Frankhänel. „Und wir haben uns natürlich auch ein spezielles Programm ausgedacht“, sagt er. Vor oder nach den Auftritten auf der Countrybühne am Samstag um 10 Uhr und um 14.30 Uhr werden die Lohsaer Linedancer vielleicht auch auf den County- und Westernclub Hoyerswerda und die Westerntanzgruppe „Pegasus“ aus Weißkollm treffen, die auf derselben Bühne auftreten.

Und wenn die Lohsaer zwischendurch durch Kamenz schlendern, stoßen sie womöglich auch auf den Stand der Innung der Kachelofenbauer, wo in den drei Tagen ein mannshoher runder Kachelofen errichtet wird. Daran baut mit Frank Altmann auch ein Lohsaer Ofensetzer mit. Denn neben Vereinen präsentieren sich in Kamenz auch Betriebe wie etwa die Plattenfirma Rapz Record, die Sprachtherapiepraxis Michaela Popella oder das Seenland-Klinikum aus Hoyerswerda. Das Krankenhaus zeigt auf der Gesundheitsmeile unter anderem zwei riesige Modelle – ein begehbares Herz und eine überdimensionale Wirbelsäule. „Gäste sollen sagen können: So etwas haben wir vorher noch nie gesehen“, freut sich Klinik-Chef Andreas Grahlemann.

Am Stand des Klinikums musizieren werden auch die „Kummelbrass“-Blechbläser um Klinik-Pfarrer Hanns-Christoph Richter. Sie sind Teil der musikalischen Botschafter der Stadtregion, ebenso wie etwa der Fanfarenzug Hoyerswerda, der Chor Seidewinkel oder eben die acht Frauen und fünf Männer der Vokalgruppe „Kontrapunkt“ mit ihren Gospel-Songs, Melodien alter Meister oder Trinkliedern. „Hab mein Wagen vollgeladen“, stimmt Ilona Seliger bei der Probe an. Er rollt in Richtung Kamenz und so wie es aussieht, ist er wirklich ziemlich voll. In und um Hoyerswerda dürfte es hingegen nächste Woche recht leer sein.

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