Hoyerswerdas Reimann-Park ist fast fertig

Samstag, 09. April 2011

So sieht der Reimann-Park derzeit von oben aus
So sieht der Reimann-Park derzeit von oben aus

Von der obersten Etage des Hochhauses an Hoyerswerdas Stadtpromenade 11 aus kann man es gut beobachten: Die gelben Achtgeschosser an der Bautzener Allee werden nach und nach erneuert. Neu ist das Zuse-Hochhaus, neu das Ensemble an der Virchowstraße, neu auch der Südwestflügel der Lausitzhalle. Und direkt davor wühlen Baufahrzeuge der Firma Arnold Pasora aus Bröthen-Michalken. Sie sehen aus wie Spielzeuge. Kein Wunder, denn die Fläche, auf der die Wohnungsgesellschaft (WH) derzeit ihren neuen „Stadtgarten Neustadt“ anlegen lässt, ist riesig, misst insgesamt gut 3,6 Hektar. Das entspricht ziemlich exakt fünf Fußballfeldern.

Seit dem Ende des Bodenfrostes im März, sagt WH-Projektleiter Dietmar Dutschmann, wird im Stadtzentrum wieder gebaut: „Wir gehen davon aus, dass wir Ende Mai alles fertig haben werden.“ Schon jetzt kann man sich kaum noch vorstellen, dass hier einmal die Elfgeschosser Stadtpromenade 1 bis 10 sowie Lausitzer Platz 5 zu finden waren. Die in die Tat umgesetzten Pläne von Landschaftsarchitekt Andreas Blume haben jede Spur der „Promme“ verschwinden lassen. In Richtung Lausitz-Center, an der höchsten Stelle der Ebene, sind Arbeiter beim Schuften. „Das ist der Mehrzweckplatz“, erklärt Dietmar Dutschmann. Hier sollen einmal Feste oder Märkte stattfinden. Und wenn nichts stattfindet, lässt sich auf der Fläche parken.

Es schließt sich der „Stadtgarten“ an. Man sieht schon einen geschwungenen Weg und Wasserflächen. Hier soll auch einmal die Plastik „Große Liegende“ in Erinnerung an Schriftstellerin Brigitte Reimann ihren Platz finden. Weiter in Richtung Külz-Straße erkennt man den bepflanzten „Terrassenhain“ sowie die unbepflanzte Festwiese, die derzeit allerdings noch nicht viel mehr ist als ein Erd-Streifen. Und auch direkt am Fuße der Stadtpromenade 11 wird gebaut. „Das werden neue Parkplätze für die Mieter“, erklärt Dietmar Dutschmann.

„Plaza“ hat Andreas Blume das Areal genannt. Die bisherigen Stellflächen auf dem alten Wendehammer sind ja dem Park gewichen. Für Hoyerswerdaer Verhältnisse gehen die Arbeiten im Stadtzentrum recht schnell. 2008 waren die Pläne für den Zentral-Park bei der Gewerbemesse vorgestellt worden. Im Jahr darauf begannen mit Hilfe von Fördermitteln die immerhin gut 1,9 Millionen Euro teuren Arbeiten. Zwischenzeitlich wurden sie aus der Regie der chronisch klammen Stadt in jene ihrer Wohnungsgesellschaft gelegt.

„Da war eine Vielzahl von Abstimmungen nötig. Das Projekt ist ja doch recht umfangreich“, sagt Dietmar Dutschmann. Tausende Kubikmeter Boden wurden bewegt, alte Bäume abgeholzt, neue gepflanzt. Trompetenbäume, Schwarzkiefern, Felsenbirnen und Säulenkirschen wachsen künftig zwischen Stadtpromenade 11 und Lausitzhalle. Querungen werden von der Külzstraße zum Lausitz-Center führen.

Auch Laternen werden noch aufgestellt. Von einem „Ort der Erholung und Begegnung“ spricht die Wohnungsgesellschaft und im benachbarten Congress-Hotel freut man sich schon, dass die Gäste künftig direkt vor dem Haus etwas zum Spazierengehen haben werden. Und auch die Wohnungsgesellschaft will für Leben im neuen Reimann-Park sorgen. „Am 18. Juni feiern wir hier ein Mieterfest“, sagt Sprecherin Petra Scholz. In der rund 30 Meter breiten Festzone direkt am Lausitz-Center sind dann allerdings alle Hoyerswerdaer willkommen.

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