Hoyerswerdaer fahren auf Luxus ab


von Tageblatt-Redaktion

Laut Zulassung sind keine Rolls Royce im Kreis Bautzen zugelassen. Bei Oldtimerparaden kommen aber manchmal dennoch welche hierher.
Laut Zulassung sind keine Rolls Royce im Kreis Bautzen zugelassen. Bei Oldtimerparaden kommen aber manchmal dennoch welche hierher.

Luxuriös, flott und am besten beides: In und um Hoyerswerda sind jede Menge schicke und teure Autos unterwegs. TAGEBLATT verrät, welche Edelkarossen besonders beliebt sind und was sie kosten.

Platz 1 der Luxusautos:  Porsche Cayenne und Carrera
Ganz oben in der Gunst der solventen Autoliebhaber steht das deutsche Unternehmen Porsche, von dem 113 Autos im Landkreis Bautzen unterwegs sind. „Wir freuen uns, sehr viele Kunden aus der Lausitz zu unserer Porsche-Gemeinschaft zählen zu können“, sagt Marko Wegat, der Inhaber des Porsche-Zentrums Dresden. Der „preiswerteste“ Neuwagen des Sportwagenbauers sei der Boxster. Der Zweisitzer kostet rund 47 000 Euro. Am anderen Ende der Preisliste steht der Spyder mit 768 000 Euro. Die Kunden aus Ostsachsen würden sich besonders für das robuste Geländemodell Cayenne interessieren. Der ist ab etwa 61 000 Euro zu haben. Verkaufsschlager sei allerdings der 911. Das neuste Modell wurde erst vor einem Monat vorgestellt. Übrigens: Einen gebrauchten Porsche gibt es in Dresden ab 30 000 Euro.

Platz 2 der Luxusautos: VW Phaeton
Hoch im Kurs steht der in Dresden gefertigte VW Phaeton. Der Luxusschlitten, von dem 65 im Landkreis unterwegs sind, kostet zwischen 68 000 und 140 000 Euro. „Bei der Ausstattung lassen sich Zusatzpakete dazukaufen, zum Beispiel eine Edelholzverkleidung“, sagt Madlen Ziller vom Autohaus Elitzsch, das in Hoyerswerda in der Senftenberger Vorstadt vertreten ist. Seitdem das Auto vom Band läuft, hat der Händler acht Wagen ausgeliefert – eine im Sachsenvergleich geringe Nachfrage. „Die Kaufkraft fehlt. Nur wenige können sich Luxusautos leisten.“ Die Interessenten müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Etwa sechs Monate dauert es derzeit, bis Volkswagen aus Dresden liefert. Das Werk ist durch die Nachfrage aus dem Ausland, vor allem aus China, komplett ausgelastet. Gebraucht gibt es den über fünf Meter langen Phaeton übrigens schon für rund 20 000 Euro.

Platz 3 der Luxusautos: Jaguar
Autos, die einst mit dem gestreckten Jaguar auf der Motorhaube geliefert wurden, listet die Statistik immerhin 37 Mal auf. Der nächste Händler des britischen Herstellers sitzt in Dresden. Die Preisliste beginnt bei rund 45 000 Euro für den XF. Das XKR Cabrio am anderen Ende der Preisskala kostet fast 140 000 Euro.
Die Ladenhüter: Maybach, Ferrari und Rolls-Royce
Preisintensiver wird es bei Maserati und Ferrari, die im Landkreis Bautzen jeweils zweimal vertreten sind. Ein Maserati kostet laut Unternehmen zwischen 120 000  und 170 000 Euro. Für einen neuen Ferrari müssen Liebhaber zwischen 150 000 und 270 000 Euro bezahlen. Der Maybach von Daimler gehört in der Lausitz zu den Ladenhütern. Händler sagen, das liege an der fehlenden, zahlungskräftigen Kundenklientel im Raum Hoyerswerda. Schließlich sei der Maybach die deutsche Variante des britischen Rolls-Royce, von dem übrigens auch kein einziges Auto im Landkreis zugelassen ist.

Immerhin, am Geld allein liegt es nicht. Es fahren auch sehr hochwertige Exoten durch das Lausitzer Seenland. Erst letztes Jahr konnte die TG Autohandelsgesellschaft im Gewerbegebiet Nardt den Flügeltürer Mercedes Benz SLS AMG an einen Kunden aus der Region verkaufen. Bei rund 317 Stundenkilometern kann das Auto fast mit einem Formel-1-Wagen mithalten. Der Flitzer wurde lange erwartet. 1957 verließ der letzte Mercedes-Benz-Flügeltürer das Werk. Der Preis des neuen 571 PS starken Coupés liegt bei rund 180 000 Euro.

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