Halbzeit an der neuen Bärenanlage


von Tageblatt-Redaktion

So wird die neue Bärenanlage aussehen.
So wird die neue Bärenanlage aussehen.

Über fünfzig Tage sind seit dem ersten Spatenstich für die neue Bärenanlage im Zoo Hoyerswerda vergangen, knapp fünfzig Tage dauert es noch, bis die Baufirmen die Anlage fertiggestellt haben sollen. Annette Krzok, Leiterin des Hochbauamtes bei der Stadtverwaltung Hoyerswerda, ist sich ziemlich sicher, dass der Termin zu halten ist. Denn die größten Klippen sind umschifft. Die gefundenen Reste des ehemaligen Kavaliershäuschens an der Schlossauffahrt hatten kaum zu Verzögerungen geführt.

Die Baustelle blieb verschont von Fundmunition. Dafür fand man vor allem im Bereich des ehemaligen Wirtschaftsweges etliche Kabel und Leitungen, von denen nur die wenigsten bekannt waren. Es ist das leidige Zooproblem, dass viele der Altleitungen beim Verlegen nicht kartiert wurden. „Doch die Zusammenarbeit mit den Versorgungsbetrieben war hier sehr konstruktiv“, sagt Planer Thomas Gröbe. So konnte stets zügig geklärt werden, welche Leitungen noch in Betrieb sind und welche nicht. Lediglich am Schlossgraben steht in dieser Woche noch eine Entscheidung an, nämlich ob der vorgefundene Schlamm in einer Dicke von 15 bis 50 Zentimetern ausgebaggert werden muss oder nicht. Denn die Elektroabweiser im Bereich des Schlossgrabens sollen zwar auf dem Wasser schwimmen, dennoch aber fest verankert sein.

Nicht ganz so weitreichend wird eine weitere Entscheidung am Dienstag: Denn dann sollen auf dem Lagerplatz der Landschaftsbaufirma Buder die Findlinge und die Kletterstämme für die Freianlage ausgewählt werden. Seit vergangener Woche stehen die Fundamente für die Stämme parat, um in den bereits ausgehobenen Löchern im Bärenhügel platziert zu werden.

Aber auch am Bärenstall ist der Baufortschritt schon deutlich zu sehen. Die Boxen werden im bestehenden Fischottergebäude mit untergebracht und über zwei Vorgehege verfügen. Hier soll heute der Schlosser mit dem Einbau der Türen und Schieber beginnen. Die Fassade des Fischotterhauses soll zudem mit Blechen verkleidet werden, um eine Beschädigung durch die Bären zu verhindern.

All das soll bis Ende Juni fertig und funktionstüchtig sein. Offen ist noch, ob bis dahin die Schrotholzscheune und der Besuchersteg schon nutzbar sind. Für den Umzug der beiden Grizzly-Damen Sussi und Jane ist das, sofern das Gehege dennoch geschlossen ist, unerheblich. Wie Carmen Lötsch, Geschäftsführerin der Zoo, Kultur und Bildung GmbH sagt, beginnt in den nächsten Tagen das Umzugstraining mit den Bären, die lernen sollen, dass von der großen Transportbox keine Gefahr für sie ausgeht.

Wann die Bären aber tatsächlich umgesetzt werden steht noch nicht fest. Carmen Lötsch geht davon aus, dass das zwei bis vier Wochen nach Fertigstellung der Anlage erfolgen kann. Vielleicht klappt es ja bis zu den Sommerferien. Die beginnen in knapp 70 Tagen.

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